Eishockey: Ice Aliens: Cohut sieht noch Potenzial

Eishockey : Ice Aliens: Cohut sieht noch Potenzial

Der Stürmer des Eishockey-Regionalligisten freut sich auf die Top-Spiele gegen Neuwied und Hamm.

Manchmal muss man Opfer bringen für sein liebstes Hobby. Marvin Cohut tut dies im Auto: Drei, viermal, fünfmal in der Woche setzt sich der Eishockeyspieler der Ratinger Ice Aliens in seinen Wagen und fährt die Strecke von Herne nach Ratingen – und wieder zurück. 30 Minuten dauert das ohne Stau, manchmal geht eine Fahrt aber gut und gern auch mal über eine Stunde. „Ich mache das aber gerne“, sagt der 24-Jährige.

Cohut ist einer der vielen neuen Spielen im Kader der Außerirdischen in der Regionalliga West. In der vergangenen Saison spielte er (wie im Jahr davor) für die Hammer Eisbären – die sind am Sonntag Gegner der Ratinger, wenn es am „Knaller-Wochenende“ zuerst gegen den Zweiten und dann den Ersten der Liga geht. „Das werden zwei harte Spiele“, sagt Cohut über die Partien gegen Neuwied (Freitag, 20 Uhr) und in Hamm (Sonntag, 18.30 Uhr). „Aber ich freue mich drauf. Unsere Mannschaft hat eine Menge Potenzial – jetzt müssen wir es nur noch abrufen.“ Allerdings sieht der Stürmer den aktuell vierten Tabellenplatz als durchaus realistisch an. „Die Teams, die über uns stehen, haben starke Ausländer im Team“, betont er. „Wir haben sehr gute Spieler, aber um ganz oben anzugreifen, bräuchten wir vielleicht noch einen starken Stürmer.“

Selbst ist Cohut so langsam in Ratingen angekommen. „Es ist am Anfang immer ungewohnt in einer neuen Mannschaft. Es dauert ein wenig, bis sich alles natürlich und normal anfühlt. Aber wir haben eine gute Truppe und eine Menge Spaß im Team“, sagt er. Schon früh vor der Saison hatte Cohut Kontakt mit dem ebenfalls neuen Trainer Krystian Sikorski. „Als er dann nach Ratingen wechselte, war für mich auch klar, dass ich kommen möchte“, betont der Außenstürmer.

Sein Trainer hält große Stücke auf den gebürtigen Recklinghausener. „Er ist läuferisch und technisch sehr stark. Aber natürlich muss er erstmal alles bei uns kennenlernen“, betont Sikorski. „Da wir regelmäßig viele Verletzte haben, konnte sich auch Marvin noch nicht so mit seinen Mitspielern einspielen, wie gewünscht.“ Wegen der Personalsituation spielte der 24-Jährige in dieser Saison auch schon überall: Erste Reihe, zweite Reihe, zuletzt in der dritten mit Marvin Moch und Alex Schneider. Und das mit Erfolg: Gegen Frankfurt am Freitag gelangen ihm drei Tore und zwei Vorlagen. „Da spielten die beiden Jungs natürlich auch eine große Rolle“, betont Cohut, der in seiner Heimat als Personal Coach und im Fitnessstudio arbeitet

„Das ist schon ein enormer Aufwand, wenn du als Berufstätiger auch noch dreimal in der Woche zum Training fahren musst“, sagt Cohut. „Aber der Sport bestimmt halt mein Leben.“ Und dafür schwingt sich der Stürmer dann auch gerne drei, vier oder fünfmal in der Woche in sein Auto und fährt nach Ratingen.

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