Herausragend: TV-Starter sahnen Medaillen ab

Schwimmen : Herausragend: TV-Starter sahnen Medaillen ab

Es war ein Medaillenregen für die Schwimmtalente des TV Ratingen, denn bei den NRW-Meisterschaften in Dortmund sicherten sich drei Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem Jahrgang 2007 insgesamt sechs Mal Edelmetall.

„Es ist von Anfang an sehr gut für uns gelaufen. Direkt im ersten Abschnitt gab es eine Medaille für uns“, lobte Schwimmtrainer Ralf Kastner. Seine Mannschaft lief zweifellos zur Höchstform auf.

Für den zwölf Jahre alten Ben Juretzki begann die Landesmeisterschaft furios. Über die 50 Meter Rücken sicherte sich der Sechstklässler den Titel. Die Silbermedaille über die doppelte Distanz (100 Meter) in der gleichen Disziplin rundete den Wettkampf von Juretzki ab, der sich als einer von sieben Ratinger Schwimmer für die Deutschen Meisterschaften in Berlin qualifizierte. Nach seinen beiden starken Rennen dürfte er in der Hauptstadt zum Favoritenkreis auf den Deutschen Meistertitel zählen.

Kastner nimmt dem Nachwuchs-Schimmer aber den Druck von den Schultern: „Klar, Ben hat eine Riesenleistung gebracht. Er geht über die 50 Meter Rücken mit der zweitschnellsten Zeit in ganz Deutschland an den Start. Aber man kann vorher nie sagen, wo man in den Entscheidungsläufen landet. Gerade in diesen jungen Jahren spielt die Nervosität eine nicht zu unterschätzende Rolle.“

Für Sanja Music lief es ähnlich gut: Die zwölf Jahre alte Rückenspezialistin schwamm in ihrer Paradedisziplin über die 100 und 200 Meter jeweils auf den dritten Platz – und sie darf sich ebenfalls über die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften freuen. In den Disziplinen Lagen und Schmetterling über 200 Meter sicherte Antonia Wendel (Jahrgang 2007) dem Turnverein die Medaillen fünf und sechs bei den diesjährigen Landeswettkämpfen. Sie holte in beiden Läufen jeweils Bronze.

Insgesamt 14 Athleten aus der Schwimm-Abteilung nahmen an den nordrhein-westfälischen Ausscheidungskämpfen teil und bei 42 Starts gelangen den TVR-Schwimmern starke 31 Bestzeiten. „Wir sind einer der Vereine, die ihren Nachwuchs kontinuierlich und langfristig aufgebaut haben. Die Qualität wird immer besser. Der gesamte Nachwuchsbereich leistet einen Riesenjob“, lobte Kastner. Er meinte hier nur seine Schützlinge, sondern auch das gesamte Trainerteam.

Vor den Titelkämpfen in Berlin versucht Kastner die Erwartungshaltung trotzdem einzuschränken: „Die aktuelle Entwicklung ist erfreulich. Wir sind noch nie mit so vielen jungen Athleten zu den Deutschen Meisterschaften gefahren. Für uns ist die Teilnahme alleine erst mal eine Riesenbelohnung. Sich aber jetzt vorne etwas auszurechnen, ist immer schwer. Das hängt auch von der Tagesform ab.“

Zu den bisherigen sieben Qualifikanten könnten weitere hinzukommen, weil am kommenden Wochenende in Wuppertal der „Last-Chance-Wettkampf“ stattfindet. Hier haben Schwimmvereine ausNRW die letzte Möglichkeit, noch auf den Zug nach Berlin aufzuspringen. Dass der TV Ratingen Ende Mai nicht nur einen Betriebsausflug nach Berlin macht, stellte der Diplom Sportlehrer direkt klar: „Das Ziel ist natürlich, dass die Kinder Spaß haben. Aber sie sollen auch schauen, dass sie in ihren Disziplinen Bestzeit schwimmen“. Vielleicht gibt es dann ja den nächsten Medaillenregen zu bejubeln.

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