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Heimisch in Lintorf: Torsten Lieberknecht, Trainer des MSV Duisburg

Torsten Lieberknecht : Das „Ober-Zebra“ schwärmt von Ratingen

Der Fußball-Trainer des Drittliga-Spitzenreiters MSV Duisburg wohnt seit Herbst 2018 in Lintorf und fühlt sich rundum wohl: Torsten Lieberknecht und seine Familie mögen die Frohnaturen, die Innenstadt und die „Däumlinge“. Wenn nicht – wie aktuell – Ausnahmesituation herrscht oder der MSV Vorrang hat, ist der Profi-Coach bei diversen Sportveranstaltungen der Stadt oder in einem Café anzutreffen.

Telefonate statt Teamsitzung, Schreibtisch statt Fußballplatz – wie so viele arbeitet auch Torsten Lieberknecht aktuell im Homeoffice. Immerhin befindet sich das in stimmiger Umgebung, denn von seinem Wohnort Lintorf schwärmt der Chef-Coach des Drittliga-Spitzenreiters MSV Duisburg in den höchsten Tönen. „Wir fühlen uns hier extrem wohl“, sagt er im Namen seiner Familie.

Dabei musste alles ganz schnell gehen mit der neuen Heimat, als Lieberknecht im Herbst 2018 während der laufenden Saison das sportliche Ruder bei den „Zebras“ übernahm. Zwar hatte er sich vorher erkundigt, wo es passen könnte, Hauptkriterium war dabei aber die Nähe zu seinem neuen Arbeitsplatz – und der Umzug in die Dumeklemmerstadt zunächst eine Reise ins Ungewisse.

Das allerdings relativierte sich sofort bei der Ankunft, denn in derselben Straße wehte eine riesige MSV-Fahne. „Da bin ich gleich mal klingeln gegangen und habe gesagt: ‚Hallo, ich bin Torsten, dein neuer Nachbar‘.“ Und schon waren die Lieberknechts angekommen.

Da der Umzug seinerzeit in den Herbstferien vonstattenging, konnte von Beginn an die ganze Familie mitkommen: Ehefrau Simone und die Kinder Finn, Mia und Mats. „Unsere neuen Nachbarn haben uns wertvolle Tipps gegeben und Verbindungen hergestellt, so dass auch die schulische Eingliederung reibungslos verlief“, erinnert sich der frühere Braunschweiger dankbar.

Heute, nicht einmal anderthalb Jahre später, ist er mit den Seinen in Ratingen sesshaft geworden. „Wir haben hier von Beginn an eine sehr gute Basis angetroffen, schnell soziale Kontakte gefunden und waren sofort integriert“, schwärmt der Familienvater und fügt hinzu: „Die Menschen hier sind Frohnaturen, offen und nahbar, und man spürt gleich, dass sich hier sehr viel draußen abspielt.“ Eine Lebensart, die den Lieberknechts voll zusagt: „Wir sind gesellig, gehen gerne unter Leute.“ Dass Ratingen eine ausgewachsene Brauchtums­stadt ist, hat er in dem Zusammenhang auch schon festgestellt, wobei er in Sachen Karneval bei sich noch etwas Luft nach oben sieht: „Da ist meine Frau als gebürtige Mainzerin etwas aktiver.“ Aktiv ist sie auch auf sozialer Ebene, wo sie sich als Dienstleisterin in Sachen Sprechzimmer, Mietraum und Coaching an der aktuellen Initiative „Gemeinsam für Lintorf“ der örtlichen Werbegemeinschaft beteiligt.

Aber auch der Profi-Trainer verfolgt aufmerksam das Geschehen in der Stadt und besonders das in den Vereinen – wobei der generell sportinteressierte Fußballlehrer das nicht immer nur dienstlich tut, sondern auch gerne in seiner Freizeit: „Ich habe mir hier schon Fußball angeschaut, habe eine Einladung zum Handball-Derby, auf das ich mich freue, und ich weiß, dass Ratingen eine traditionsreiche Eishockey-Adresse ist“, sagt Lieberknecht.

Begeistert zeigt sich der gebürtige Pfälzer auch vom Ratinger Stadtleben: „Für die Innenstadt kann ich nur Werbung machen“, betont er und schwärmt vom idyllischen Stadtkern mit seinen Cafes und dem Wochenmarkt mit seinem vielfältigen Angebot. Kulinarischer Favorit im Hause Lieberknecht: die lokale Wurstspezialität „Däumlinge“. Insgesamt genießt er in Ratingen die „hohe Lebensqualität“ und schätzt hier „das viele Grün drumherum“, über das sich auch Familienhund „Pelle“ freut.

Bei eigenen Laufeinheiten zieht es das „Ober-Zebra“ bevorzugt in den Hinkesforst. Und wenn nicht – wie aktuell – Ausnahmesituation herrscht, trinkt der Erfolgscoach schon mal einen Kaffee mit Fans im Ort. Auch sonst scheue er keinen Kontakt. „Dass man mal angesprochen wird, das gehört zum Leben in der Stadt dazu“, weiß Lieberknecht. Aber eines sollte man dabei bedenken, fügt er schmunzelnd hinzu: „Wer mit mir diskutiert, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn es etwas länger gedauert hat…“.