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Heiligenhauser Torhüter glaubt an baldige Siege

Fussball : Keeper Kersten glaubt an baldige Siege

Der Torhüter des SSVg Heiligenhaus setzt auf einen Erfolg gegen Aufsteiger St. Tönis am Sonntag.

Woche für Woche wartet Felix Kersten, der Fußball-Torwart der SSVg Heiligenhaus, mit Klasse-Leistungen auf. Das ist der Hauptgrund, weshalb sich eigentlich kaum einer rund um die Talburgstraße wirkliche Sorgen macht, dass auch in dieser Saison wieder ein Landesliga-Abstiegskampf entsteht. Aber hier warnt der 26 Jahre alte Keeper: „Die Liga ist ungeheuer stark mit vier Oberliga-Absteigern. Wir müssen jetzt dreifach punkten, schnellstens sogar, um unten weg zu kommen. Am besten schon am Sonntag im Heimspiel gegen DJK St. Tönis.“

Das würde einiges an Luft bringen, denn Platz 14 mit erst vier Punkten nach fünf Spielen, da ist der gefürchtete Tabellenkeller nahe. Aber Kersten beruhigt: „Wir haben eine gute Mannschaft. Und wenn der ersehnte Dreier am Sonntag eingefahren wird, dann herrscht erst einmal Ruhe.“ St. Tönis, der Liga-Neuling, hatte mit drei Auftaktsiegen einen Glanzstart und ist nun Fünfter (zehn Punkte). Der Druck bei den Hausherren ist erheblich größer.

Kersten hat eine interessante Torwart-Laufbahn hinter sich. Er ist ein Düsseldorfer Junge, meldete sich mit fünf Jahren beim TV Kalkum-Wittlaer an und hielt dem Verein dann 20 Jahre die Treue. Er war dabei, als der sensationelle und überall für unmöglich gehaltene Aufstieg von der Kreisliga bis in die Oberliga gelang. Als es dann im vorigen Sommer wieder bergab ging, da gab Altan Top, damals Verteidiger in Heiligenhaus und einst Kerstens Mitspieler in Wittlaer, den SSVg-Verantwortlichen den Tipp, diesen kräftig gebauten Schlussmann umgehend zu verpflichten. Das gelang und längst weiß man es zu schätzen, dass solch ein wertvoller Klassekeeper zwischen den Pfosten steht.

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Kersten hat in Bochum Sportwissenschaft studiert und blieb anschließend gleich im Ruhrgebiet wohnen, wo er einen guten Job gefunden hat. Die weiten Anfahrten nach Heiligenhaus stören ihn nicht, viel mehr schätzt er das gute Torwart-Training mit Oliver Ljungberg und dem talentierten A-Junior Adrian Mais.

Trainer Hakan Yalcinkaja schätzt die Gäste ähnlich stark ein wie TVD Velbert. „Aber jetzt haben wir Heimrecht, da sieht es anders aus“, so der 33-Jährige. Es sind einige Spieler in den Reihen von St. Tönis, die Yalcinkaja beeindrucken, er kann sie alle sofort aufzählen. „Wenn wir aber erneut so beachtlich auftrumpfen wie in der ersten halben Stunde beim DSC-Spiel, dann ist für uns alles drin.“ Viel ändern an der Mannschaft will er nicht, alle Spieler sind fit, nur Max Heckhoff ist letztmals gesperrt. Ändern wird er wohl die linke Defensivseite, wo der 19-jährige Utcu Acici eine Pause bekommt und Philipp Horn eingesetzt wird. Da setzt der Trainer auf Routine. Die Innenverteidigung mit Thilo van Schwamen und Soh Narita lässt er unverändert. Und ob der stämmige Sven van Beuningen nun in der Startelf auftaucht, auch das wollte Yalcinkaja nicht verraten.