Lokalsport: Heiligenhaus steht wieder vor hoher Hürde

Lokalsport: Heiligenhaus steht wieder vor hoher Hürde

Der TSV Meerbusch, erster Kandidat für den Aufstieg in die Oberliga, war zuletzt zwei Nummern zu groß für den Fußball-Landesligisten SSVg. Heiligenhaus (1:7). Nun trifft das Team von SSVg.-Trainer Hakan Yalcinkaja auf den SC Union Nettetal, der als Zweiter der einzige echte Verfolger des Tabellenführers ist und im Titelkampf nichts zu verschenken hat (Sonntag, 15 Uhr). Es deutet einiges darauf hin, dass der Zweite die Heiligenhauser Abstiegssorgen eventuell weiter vergrößert. Als Elfter hat Heiligenhaus derzeit 30 Punkte auf dem Konto - noch zu wenig. Die wohl fehlenden neun oder zehn Zähler sollten in den ausstehenden neun Spielen normalerweise recht einfach zu holen sein, aber die SSVg. ist seit sieben Spielen sieglos. Solch eine Negativserie strapaziert die Nerven, doch eine wirkliche Unruhe ist nicht zu erkennen an der Talburstraße. Trotzdem wäre ein Zähler gegen Nettetal jetzt auf jeden Fall eine feine Sache. Aber das interessiert Trainer Yalcinkaja höchstens am Rande, denn seine Mannschaft und deren Verfassung sind ihm wichtiger.

"Im Hinspiel haben wir 3:0 gewonnen, es war die beste Saisonleistung. Das war allerdings eine völlig andere Zeit", betont der 32 Jahre alte Velberter, "uns sind auch in der Rückrunde gute Spiele gelungen - und da müssen wir wieder hin." Sein Blick nach vorne verrät Optimismus: "Eins dürfte klar sein, wir sind auch in der kommenden Spielzeit wieder in der Landesliga vertreten. Die Planungen dazu laufen längst - in keine andere Richtung. Wir werden erneut eine gute Mannschaft ins Rennen schicken." Wie es um seine eigene Person bestellt ist, wird sich aber erst noch zeigen. Ein Hoffnungsschimmer ist die Rückkehr der Stürmers Mustafa Kalkan, denn der 25-Jährige ist endlich wieder fit. In dieser Saison warfen ihn Verletzungen ständig zurück und der Ehrentreffer in Meerbusch war erst sein zweites Saisontor. "Ganz wichtig ist es allein fürs Selbstvertrauen, dass wir schnellstens einen Sieg landen. Die Stimmung in der Mannschaft ist in Ordnung", erklärt Kalkan, "ich denke jedenfalls felsenfest, dass rund um Heiligenhaus bald niemand mehr vom Abstiegskampf spricht."

(w-m)
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