Heiligenhaus setzt Abschiedstour fort

Fußball : Heiligenhaus setzt Abschiedstour fort

Das Team des Landesligisten fällt auseinander. Am Sonntag geht es zum Vierten Kapellen/Erft.

Die meisten Landesliga-Fußballer der SSVg Heiligenhaus haben für die kommende Saison längst einen neuen Verein gefunden – weil sie Qualität haben. Die Mannschaft bricht ja total auseinander und niemand weiß zurzeit, wie und in welcher Spielklasse es weitergeht. Aber auf dem Feld geben die Spieler trotzdem alles, weil sie sich so anbieten können. Das macht die Spieler für die Konkurrenz begehrt und die umliegenden Vereine wissen genau, wen sie sich geholt haben oder wen sie noch holen möchten.

Am Sonntag (15 Uhr) tritt Zwölfte Heiligenhaus beim Tabellenvierten SC Kapellen/Erft an, der als Vierter mit 69 Zählern noch eine kleine Aufstiegschance hat. Davor liegen TVD Velbert (75 Zähler), Cronenberger SC (72) und 1. FC Mönchengladbach (72). In der Hinrunde gewann die Heiligenhauser dank einer bestechenden Vorstellung mit 4:1 – unter anderem deshaln, weil Kapellens Keeper wegen einer Notbremse früh vom Platz flog (8.).

Mustafa Kalkan freut sich besonders auf die Auswärts-Aufgabe: „Gegen Kapellen habe ich in meiner Laufbahn bis auf eine Ausnahme immer getroffen“, sagt der Angreifer, „das ist einfach mein Lieblingsgegner. Als ich nicht getroffen habe, war es ein 0:0. Klar, dass ich auch diesmal wieder unbedingt ein Tor schießen möchte.“ Der 26-Jährige geht nur schweren Herzens weg von der Talburgstraße: „Es war immer unglaublich familiär dort. Wir alle haben uns wohlgefühlt. Es gibt aber keine andere Wahl als den Wechsel.“

In dieser Spielzeit ärgerte sich Kalkan mit vielen Verletzungen herum, doch nun ist er topfit. „Der Fußball macht wieder richtigen Spaß“, erklärt der in Düsseldorf lebende Stürmer. Neun Tore hat er in dieser Saison geschossen in 16 Einsätzen und darüber hinaus zwei Tor-Vorlagen geliefert. Einen neuen Verein nach vier Jahren Heiligenhaus hat Mustafa Kalkan noch nicht gefunden. Früher war der schnelle Angreifer nicht unkompliziert, aber er hat viel dazugelernt – und längst kein Trainer mehr Probleme mit ihm. Das gilt selbst dann, wenn es bei Kalkan nicht für die Startelf reicht. Wenn er richtig fit ist, verzichtet ohnehin kein Trainer auf den Stürmer.

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