Handball: SG Ratingen steht vor Heimpremiere gegen Wölfe

Nach Sieg zum Auftakt: Löwenrudel steht vor Heimpremiere

Der Handball-Viertligist spielt gegen die Wölfe Nordrhein. Trainer Khan ist vor allem von Christian Mergner begeistert.

Es gab viele starke Spieler beim Saisonauftakt der SG Ratingen in der Handball-Nordrheinliga. War es Petar Angelov, der beim 31:25-Sieg des Löwenrudels in Korschenbroich gleich fünf Siebenmeter hielt? Oder Yannik Mitzschmann mit neun Treffern? Vielleicht auch Filip Lazarov, der mit Zuckerpässen nur so um sich warf? Nein, für Trainer Khalid Khan war Christian Mergner der Spieler des Tages.

Der Kreisläufer bildete nämlich gemeinsam mit Ace Jonovski einen kaum zu überwindenden Innenblock, kämpfte die ganze Partie verbissen und war auch vorne am Kreis mit vier Toren eine Gefahr. „Ich bin wirklich gespannt, was Christian in dieser Saison bringen wird“, sagt Khan. „Er hat auf jeden Fall einen großen Sprung gemacht.“

Mergner kommt seine Statur sicherlich zugute, schließlich bildet er gemeinsam mit Jonovski eine Wand im Innenblock. Doch am Samstag (18 Uhr), im ersten Heimspiel der Saison gegen die Wölfe Nordrhein, muss der Kreisläufer mit wem anderes verteidigen: Jonovski zog sich voraussichtlich einen Muskelfaserriss zu und fällt mindestens am Wochenende, möglicherweise sogar länger aus. „Das ist wirklich schade“, betont Khan. „Weil ich wollte, dass sich die beiden richtig einspielen.“

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So muss Khan gegen die Wölfe seine Deckung anders organisieren – und nicht nur deshalb erwartet der hauptamtliche Lehrer ein sehr schweres Spiel. Die Wölfe verloren ihr erstes Heimspiel gegen Aufsteiger Dinslaken mit 28:37. „Das ist schon eine deutliche Niederlage“, betont Khan, der den Auftritt der Duisburger jedoch mit dem ersten Heimspiel der Ratinger gegen Köln Jahn Köln-Wahn vergleicht. „Da ist uns auch nichts gelungen“, meint Khan. „Ich bin mir sicher, dass Samsag eine ganz andere Mannschaft bei uns aufläuft. Daher bin ich froh, wenn wir das Spiel gewinnen. Egal wie.“

Ganz so tiefstapeln muss Khan jedoch gewiss nicht. Denn seine Mannschaft spielte bei Absteiger Korschenbroich schon sehr gut. „Die erste Hälfte war sehr gut“, sagt Khan. „Aber Anfangs der zweiten hätte das Spiel auch kippen können. Das gefiel mir gar nicht.“ Vor allem über das Rückzugsverhalten seines Teams ärgerte sich Khan. „Das war einfach nicht vorhanden. Wir haben da fünfmal die schnelle Mitte kassiert, das darf uns nicht passieren.“ Seine Spieler haben das gespürt: Khan betonte, gerade das sei in der Trainingswoche ausführlich geübt worden.

Doch insgesamt zeigte das Rudel schon eine sehr reife Leistung. Spieler wie Lukas Plaumann, Jan Kerssenfischer, Filip Lazarov oder Yannik Nitzschmann hatten das Geschehen gut im Griff. Und nun kommen auch Marco Bauer und Ole Völker (war zuletzt krank) hinzu. „Da verspreche ich mir nochmal mehr“, betont Khan. Dafür muss er gegen die Wölfe allerdings neben Ace Jonovski auf Kai Funke (Hochzeit seiner Schwester) und Max Eugler (krank) verzichten.