Eishockey: Gries von der Arbeit auf das Eis

Eishockey : Gries von der Arbeit auf das Eis

Wie haben die Prügelknaben des vergangenen Wochenendes die 1:34 Tore verkraftet? Die Antwort gibt es auf dem Eis: Heute erwarten die Ice Aliens den EHC Dortmund, Sonntag geht es nach Essen.

Was hat Trainer Janusz Wilczek nach dem 1:17 gegen Frankfurt und dem 0:17 in Kassel mit seinen Spieler gemacht? "Wir haben ganz normal trainiert", sagt er Coach, der aber natürlich mit seinen Spielern noch mal über das gruselige Erlebnis gesprochen hat. "Wir sind froh, dass es vorbei ist", sagt er und wird noch einmal sauer. "Diese Spiele bringen niemanden etwas, das ist eine völlig andere Welt. Da können wir trainieren, wie wir wollen, da können wir nicht mitspielen."

Trotzdem herrschte nicht etwas Gleichgültigkeit, sondern in der ersten Pause hat es in Kassel richtig gekracht. Der 0:8-Zwischenstand hatte einige doch verärgert. "Und dann ging es auch deutlich besser", sagt Janusz Wilczek. "Und Kassel war mit den 17 Toren nicht zufrieden, die hätten liebend gerne mindestens eins mehr geschossen als der hessische Rivale Frankfurt."

Schütteln, Mund abputzen, Neustart — ob das so einfach ist, wird sich heute Abend zeigen, wenn die Aliens um 20 Uhr den EHC Dortmund empfangen. Die Westfalen gehören nach der Demission ihres Hauptsponsors gewiss nicht mehr zum Spitzenquartett der Oberliga, aber dürften noch stark genug für einen Platz im Mittelfeld sein. In ihren Reihen stehen die ehemaligen Ratinger Sascha Panek, Sven Linda und Malte Bergstermann. Da sollten die Aliens zumindest nicht chancenlos sein, wenn sie Kampfgeist und Laufbereitschaft in die Waagschale werfen.

Personell hat Trainer Janusz Wilczek jedoch einige Sorgen. Thorsten Gries hat aus beruflichen Gründen die Woche nicht trainiert. Ob Bastian Jakob, die Nummer eins, nach einwöchiger Pause wieder mitwirken kann, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. Rene Dömges, die Nummer zwei, hat es nicht nur in Kassel getroffen, wo er einen Schläger auf den Helm bekam, sondern auch Mittwoch im Training, wo ein Schuss gegen den Hals klatschte. Er musste das Training sofort abbrechen. "Wenn man am Boden ist, bekommt man oft noch einen drauf", meint Trainer Janusz Wilczek. Dem kann man nur mit den Fans entgegnen: "Steht auf, wenn ihr Aliens seid!"

(RP/rl)
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