Abstiegskampf im Baseball: Goose-Necks verlieren wieder doppelt

Abstiegskampf im Baseball : Goose-Necks verlieren wieder doppelt

Der Baseball-Zweitligist hängt nach zwei Pleiten gegen Bonn weiter auf dem vorletzten Platz fest. Immerhin stand die Abwehr besser.

Die Negativserie der Baseballer der Ratinger Goose-Necks hat sich fortgesetzt. Bei der Zweitvertretung der Bonn Capitals mussten sich die Ratinger in beiden Spielen geschlagen geben. Am Ende standen eine 8:17- und 2:6-Niederlage auf der Anzeigetafel. Nach den Saisonniederlagen 14 und 15 ist für den Tabellensiebten das direkte Abstiegsduell mit Tabellenschlusslicht Solingen Alligators II unvermeidbar. Solingen, das parallel seine Heimspiele gegen Neunkirchen mit 1:3 und 3:12 verlor, hat eine Negativbilanz von 3:17. Der Abstand auf Rang sechs, den die Neunkirchen Nightmares mit einer 10:14-Bilanz belegen, beträgt schon fünf Siege für die Goose-Necks.

Spielertrainer Malte Kuklan hatte im ersten Spiel auf dem Wurfhügel begonnen. Der Allrounder erwischte keinen guten Start. „Ich habe angefangen zu pitchen und direkt acht Punkte abgegeben“, sagte Kuklan. Zu seinem Schutz: Bonn hatte einen sehr guten Start erwischt und die Bälle in die Lücken der Goose-Necks-Defensive geschlagen. Die Grün-Weißen zeigten Charakter und kämpften sich durch einen Punkt im zweiten Inning und ganzen sieben Runs im vierten Abschnitt zurück in die Begegnung. „Wir haben die Kontrollprobleme des Bonner Pitchers gut ausgenutzt in der Phase und sind dann bis auf einem Punkt ran gekommen“, erklärte Kuklan. Trotz guter Kontakte am Schlag in den folgenden Innings konnten die Gäste keine Punkte mehr erzielen und verloren die Partie.

Im zweiten Spiel begann Co-Trainer Nick König auf dem Wurfhügel. Der 21-Jährige zeigte ein gutes Spiel, wartete leider vergebens auf Unterstützung der Offensive. „Nick hat es gegen offensivstarke Bonner gut gemacht. Leider hat er ein wenig zu viele Walks (Freiläufe zur ersten Base Anm. d. Red.) abgegeben“, sagte Kuklan. Ganze elfmal waren die Goose-Necks durch gute Hits auf die Bases gekommen, verpassten es jedoch, Kapital aus den guten Feldpositionen zu schlagen. „Am Ende muss ich sagen, dass es auch mit Pech verbunden war“, erklärte Kuklan. Trotz der Niederlage setzten die Ratinger in der Defensive ein Ausrufezeichen und verbuchten keinen einzigen Fehler im Feld – das Ergebnis des intensiven zweiwöchigen Defensivtrainings.

„Leider waren wir personell doch ziemlich dünn besetzt, da wir noch Verletzungen zu verkraften hatten. Felix von der Heide, unser bester Pitcher, hat zwar gespielt, weil wir sonst nicht genug Leute gewesen wären. Aufgrund eines Insektenstiches direkt auf dem Ellbogen konnte er aber nicht richtig fangen“, fügte Kuklan hinzu.

Einfacher wird die Situation für die Goose-Necks nicht. Schon am Sonntag empfangen die Ratinger Bundesliga-Absteiger Dortmund Wanderers, der mit elf Siegen und fünf Niederlagen Zweiter ist. Ein Überraschungssieg wäre Balsam für die angeknackste Seele der „Gänse“.

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