Goose-Necks: Nachholspiel zur Unzeit

Abstiegskampf im Baseball : Goose-Necks: Nachholspiel zur Unzeit

Dem Baseball-Zweitligisten fehlen gegen Dortmund viele Spieler. Die Partie war im Mai abgebrochen worden.

Fünf Siege und 15 Niederlagen – die Baseballer der Ratinger Goose-Necks befinden sich vier Doppelspieltage vor dem Saisonende weiterhin mittendrin im Abstiegskampf in der Zweiten Bundesliga Nord-West. Heute (12 Uhr und 15.30 Uhr) empfangen die Ratinger den Bundesliga-Absteiger Dortmund Wanderers auf dem New Hermann’s Field. Es ist der Nachholspieltag der im Mai nach zwei Innings wegen Regens abgebrochenen Begegnung. Für Spielertrainer Malte Kuklan und sein Team kommt die Ansetzung ungelegen. „Uns fehlen einige Spieler, weil sie sich für diesen eigentlich spielfreien Zeitraum Urlaub genommen und gebucht haben“, sagt Kuklan.

Am meisten dürfte die Goose-Necks der Ausfall von Top-Schlagmann Robin Lorenz schmerzen. „Robins Ausfall wiegt schwer. Er ist am Schlag kaum zu ersetzen“, erklärt Kuklan. Auch wenn mit Lorenz eine wichtige Stütze in der Offensive fehlt, kann Kuklan eine solide Defensive aufstellen. „Mit Robert Füsser und Pascal Antweiler haben wir zwei Stamm-Catcher an Bord. Auch Sebastian Schlicht ist dabei“, erklärt Kuklan und hat auch eine gute Nachricht für die Pitcher-Situation: „Felix von der Heide hat im Training wieder gepitcht und gesagt, dass es sich besser anfühlt, als er gedacht hätte.“

Kuklan plant, dass von der Heide zwei bis drei Innings gegen Dortmund pitchen kann. So wird Kuklan selbst im ersten Spiel auf dem „Mound“ starten und voraussichtlich im siebten oder achten Inning mit von der Heide tauschen. In der zweiten Begegnung will Kuklan seinen Co-Trainer Nick König als Pitcher beginnen lassen.

In der Defensive sollten die Grün-Weißen auch wachsam sein. Der Rasen auf dem heimischen New Hermann’s Field hat durch die Hitze der vergangenen Wochen sehr gelitten. „Aus Grün ist Braun geworden, da kommen wir mit einem Wasserschlauch auch nicht gegen an“, sagt Kuklan. „Das macht den Ball sehr schnell. Wir kennen die Situation. Vergangene Woche in Bonn war das schon sehr krass.“

Die Einschätzung der Dortmunder, die Kuklan nach den beiden Testspielen gegen die Wanderers abgegeben hatte, hat sich bestätigt. Absteiger Dortmund, der eigentlich den direkten Wiederaufstieg anpeilen sollte und wollte, tut sich schwer. „Das ist keine Übermannschaft. Sie haben nicht gezeigt, was man von ihnen erwartet hätte. Unter anderem haben sie gegen den Tabellenletzten Solingen ein Spiel verloren und sind ‚nur‘ Zweiter hinter Paderborn“, erläutert Kuklan.

Trotz der beiden Niederlagen in Bonn am vergangenen Spieltag ist Kuklan sicher, dass gegen „Dortmund etwas möglich ist“ für seine Mannschaft: „Wir haben in Bonn zwei gute Spiele gemacht und wollen daran anknüpfen“, sagt Kuklan optimistisch.

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