Hockey: Goldjunge Witthaus: Ratingen liegt mir am Herzen

Hockey: Goldjunge Witthaus: Ratingen liegt mir am Herzen

Matthias Witthaus, der in Breitscheid aufgewachsen ist, hat mit der deutschen Hockeynationalmannschaft den Triumph von Peking wiederholt und bei den Olympischen Spielen in London erneut die Goldmedaille gewonnen. Im Finale setzte sich das Team von Bundestrainer Markus Weise mit 2:1 (1:0) gegen den Erzrivalen aus den Niederlanden durch.

Mit dem Erfolg in London hat Matthias Witthaus seine erfolgreiche Karriere in der Hockeynationalmannschaft gekrönt und sich gleichzeitig von der internationalen Bühne verabschiedet. "Das war mein letztes Spiel für die Nationalmannschaft", verkündete der deutsche Rekordnationalspieler schon vor dem großen Turnier. Jetzt fügt er hinzu: "Es ist wirklich ein traumhafter Abschluss."

Nach dem Olympiasieg wurde auf der MS Deutschland bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. "Ich habe in den letzten Tagen sehr wenig geschlafen", sagte Witthaus, der die letzten Tage noch in den Knochen spürte. In den nächsten Wochen wird es der 29-Jährige jedoch etwas ruhiger angehen lassen und jetzt mit zwei Freunden nach Frankreich fahren, um sich dort von den Olympischen Spielen zu erholen.

Den Hockeyschläger hängt Matthias Witthaus allerdings nicht komplett an den Nagel. Auf Vereinsebene spielt er weiterhin für den Mannheimer HC, zu dem er 2010 gewechselt war. Und auch beruflich läuft es. Sein Studium der Sportwissenschaft hat er in Köln mit dem Diplom erfolgreich abgeschlossen. Im September fängt der Breitscheider, der sich während des Studiums besonders mit Medienkommunikation beschäftigt hat, bei einer Werbeagentur in Mannheim an.

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Obwohl er in Mannheim lebt, hat er natürlich noch besten Kontakt nach Ratingen. Eine Rückkehr in die Dumeklemmerstadt schließt der zweifache Olympiasieger daher auch nicht gänzlich aus. "Man weiß nie, was alles noch passiert", sagt Witthaus. "Ratingen liegt mir sehr am Herzen, da hier meine Familie lebt und ich hier aufgewachsen bin. Momentan fühlen sich meine Frau und ich in Mannheim aber auch sehr wohl."

Erfreut hat Matthias Witthaus registriert, dass seine Heimatstadt endlich auch über einen Hockeyplatz verfügt. In 20 Jahren, in denen Witthaus in Breitscheid aufgewachsen war, hatte es in ganz Ratingen keinen einzigen Hockeyplatz gegeben. Mit dem Sportpark Keramag hat sich die Lage glücklicherweise geändert.

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(RP/rl)
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