Fußball : Glückliche Gastgeber

Über 500 Zuschauer sehen ein rassiges Spiel mit Tempo und einer Fülle von Chancen, in dem die Ratinger zu einem 1:1 gegen den Wuppertaler SV II kommen. Rehag sorgt für das 1:0, ehe Zent eine seiner Chancen nutzt.

Eine ausgezeichnete Kulisse, ein tolles Spiel, das die Zuschauer in Atem hielt. Am Ende ein überaus glücklicher, aber nicht unverdienter Punkt für die Blau-Gelben.

Ausgeglichen verlief die Anfangsphase. Thomas Zelles kam an eine Hereingabe nicht mehr heran, Ismail Cakici nahm eine Flanke per Fallrückzieher und verfehlte das Zeil. Die Gäste hatten ihre beste Möglichkeit, als Neuzugang Thorben Kirschstein eine Flanke zuließ, bei der die Abwehr desorientiert wirkte. Glück hatten die Gastgeber nach einer halben Stunde, als Zent zunächst Seidenzal stehen ließ, dann Torhüter Glenz umspielte, aber nicht einnetzte.

Dass Zelles seine Position auf der rechten Seite nicht gehalten hatte und immer weiter in die Mitte gerückt war, wurde wenig später offiziell legimitiert. Der bis dahin gute Stefan Prengel schied mit einer Leistenzerrung aus, Dennis Hecht kam auf die rechte Seite und Zelles war dann in der Mitte richtig. Die Wuppertaler hatten dann die zweitbeste Chance, als Torhüter Glenz eine Flanke unterlief, aber Torjäger Pasiov das leere Tor verfehlte. Das wurde prompt bestraft. Cakici schoss nicht direkt, wurde dann geblockt, doch der Abpraller kam zu Daniel Rehag, der mit einem satten Schuss ins lange Eck zur vielumjubelten, aber zu dem Zeitpunkt etwas schmeichelhaften Führung traf. WSV-Trainer Peter Radojewski reagierte in der Pause zum zweiten Mal und strafte Torjäger Pasiov vor den Augen des Wuppertaler Chef-Trainers Carsten Hutwelker ab. Die Gäste kamen wie erwartet, bauten Druck auf und kamen zu Chancen. In allerhöchster Not blockte Kirschstein einen Schuss von Knetsch. Zwei MInuten später stand Knetsch vor dem leeren Tor, doch Seidenzal kam von hinten und rettete noch. Ein Kopfball von Zent ging Zentimeter am Pfosten vorbei. Ratinger Glücksritter! Auf der anderen Seite ein toller Pass von Meier, Cakici umspielt den Torhüter doch Hausmann rettet auf der Linie. Dann zieht Rehag erneut von der Strafraumgrenze ab – der Keeper pariert. Jetzt ist es ein flottes, chancenreiches, hervorragendes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Und dann war es soweit. Knetsch sprintete davon, Meier rutschte vorbei, die Hereingabe verwertete der am zweiten Pfosten lauernde Knetsch.

Zehn Minuten vor Schluss vernaschte Zent den eingewechselten Hub, doch erst Menge und dann Fiedorra retteten auf der Linie. 60 Sekunden später umspielte Zent den Torhüter, schoss dann aber über das Tor. Die Gastgeber im Glück. Und dann hatte Hecht den Siegtreffer auf dem Fuß, doch Rauhut parierte. Das wäre auch wirklich zuviel des Guten gewesen.

(RP)