Boule Geigers Geheimnis

Insgesamt 48 Teams kämpften in Lintorf um die Deutsche Meisterschaft 55+ im Boule.

Boule: Geigers Geheimnis
Foto: ddp

Mit viel Gefühl wird die Kugel von Rudi Geiger nah ans "Schweinchen" gelegt. Die Erleichterung ist ihm anzusehen. Es folgt das obligatorische Abklatschen mit den Mannschaftskollegen. So präsentierte sich das Ratinger Triplette (Mannschaft mit drei Spielern) bei der zweiten Deutschen Meisterschaft 55+ im Boule auf ihrem eigenen Gelände am Beeker Hof in Lintorf.

Auf insgesamt 32 Bahnen kämpften 48 Teams um den Titel. Dass das kein leichtes Unterfangen war und auch Millimeter die Entscheidung bringen konnten, wusste Friedhelm Poetter von vornherein: "Bei diesem Sport kommt es auf Taktik und Wurftechnik an. Boule ist ein Präzisionssport." Und ihre Präzision zeigten sie, als sie in ihrer stark besetzten Gruppe (Poule) die Qualifikation für die K.o.-Runde der letzten 32 erreichten. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Poetter nach der ersten Runde.

Rudi Geiger verriet ihr Geheimnis: "Wir bereiten uns mental auf das Spiel vor und sprechen unsere Taktik ab, die wir der jeweiligen Bahn dem jeweiligen Gegner anpassen. Außerdem berühren wir vorher keine Kugel." Doch im Spiel zum Einzug ins Achtelfinale war dann leider Schluss für das Trio. Sie verloren 6:13 gegen ein saarländisches Team, trotz eines zeitweisen 6:6. Poetter resümierte: "Wir haben sie dann leider ziehen lassen. Aber man muss auch sagen, die Saarländer haben klasse gespielt." Den Meistertitel holte im Finale gegen die unglücklich aussehenden Hessen das Team um Detlef Krieger, Mahmoud Tabrizi und Rolando Jecle aus Baden-Württemberg.

Die ganze Veranstaltung, die die kleine Bouleabteilung fast alleine stemmen musste, war ein voller Erfolg. Hauptorganisator Geiger meinte: "Es gab eine tolle Resonanz und viel Lob. Das ist für uns Dank genug." Ein reger Zuschauerandrang bestätigte die Organisatoren.

(RP)