Volleyball: Füchse leisten sich zwei Fehler

Volleyball : Füchse leisten sich zwei Fehler

Die Füchse der SG Düsseldorf/Ratingen verlieren in der Dritten Liga mit 2:3 (23:25, 25:21, 25:22, 22:25, 11:15) in Aligse. Das Verbandsliga-Derby gewinnt der TV Heiligenhaus klar mit 3:0 gegen den TuS 08 Lintorf.

Die neue Dritte Liga bringt auch längere Anfahrten mit sich. Der vierte Spieltag führte die Füchse zu den Sportfreunden Aligse, in die Nähe von Hannover. Der Gastgeber, bekannt für die starke Heimspielkulisse, hatte bislang kein Spiel verloren. Die Füchse hatten beim 3:2-Heimsieg Selbstvertrauen getankt. Komplett war das Team von Trainer Daniel Reitemeyer aber nicht.

Die Diagonalen Daniel Fromm und Daniel Sieber fielen krankheitsbedingt aus, Zuspieler Sebastian Ricken, Außenangreifer Barry Reuter und Universal Christian Dierschke konnten aus privaten oder beruflichen Gründen nicht mit anreisen.

Die Mannschaften tasteten sich ab und platzierten ihre starken Angriffe erfolgreich. Die Füchse lagen 17:14 vorn, verloren nach einer Aufschlagserie der Sportfreunde den ersten Satz aber 23:25.

Im zweiten Satz dominierten die Gäste. Die Eigenfehler wurden größtenteils abgestellt, saubere Annahmen vom Libero Gentemann fanden mit dem ausgefuchsten Zuspiel von Tim Kartheuser oft einen erfolgreichen Abschluss. Auch die Wechsel der Gastgeber auf der Außenangriffs- und Diagonalposition stoppten nicht den Lauf der Füchse, so dass diese den Satz mit 25:21 für sich entscheiden konnten.

Den Schwung vom zweiten Satz nahmen die Füchse mit. Jan Schulz machte mit Floataufschlägen fünf Punkte in Folge zum 5:3. Auf die Big Points, welche Aligse häufig für sich verbuchte, antworteten die Füchse mit starken Blocks. Sensationell stark war ein Einerblock von Mike Metzner, nach dem über 400 Aligser Fans kurz sehr ruhig wurden. Die Füchse spielten ihre Erfahrung und teils körperlichen Vorteile aus und gingen so 2:1 in Führung.

Der vierte Satz war anfangs ausgeglichen. Doch das schnelle Aligser Spiel über die Mitte konnten die Mittelblocker Piskun, Lindstaedt und Tins nur selten stoppen. Der angeschlagene Mike Metzner musste sich auf die Bank zurückziehen und Christian Stefanowski nahm seinen Platz ein. Die Füchse kämpften sich zum Ende des Satzes bis auf 22:23 heran, doch durch zwei vermeidbare Eigenfehler wurde der Satz abgegeben.

Tie-Break: wer zuerst 15 Punkte hat, hat gewonnen. Bei 8:4 für die Gastgeber wurden die Seiten gewechselt, doch die Gäste glichen zum 8:8 aus. Beide Mannschaften hatten Freude, den zahlreichen Zuschauern ein gutes Spiel zu zeigen. Aligse ergatterte immer einen Breakpunkt mehr, so dass die Füchse den Rückstand nicht mehr aufholen konnten. Nach 2:12 Minuten hieß es 3:2. Mit hängenden Köpfen gingen die Gäste in die Kabine.

"Die Stimmung war großartig. Es war zwar nicht der befürchtete Hexenkessel, doch wir sind recht angetan von der lautstarken Kulisse hier", meinte Trainer Daniel Reitemeyer. "Unser Spiel wirkt teilweise noch etwas unrund und wir agieren zeitweise etwas zu unsicher. Das wird aber von Spiel zu Spiel besser.

Heute haben wir sehr knapp verloren. Wir hätten genauso gut als Sieger vom Platz gehen können. Vielleicht war heute auch das Publikum das Zünglein an der Waage. Nächste Woche gegen Braunschweig haben wir den Heimvorteil."

(peer)
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