Volleyball: Fehlende Konstanz verhindert möglichen Erfolg

Volleyball : Fehlende Konstanz verhindert möglichen Erfolg

Füchse verlieren in der dritten Volleyball-Liga gegen den USC Braunschweig deutlich mit 1:3.

150 Zuschauer gaben ihr Bestes und feuerten die Mannschaft lautstark an. "Ra-tin-gen, Ra-tin-gen", schallte es durch die Halle am Europaring. Am Ende aber verließen sie ernüchtert den Ort des Geschehens. Die Füchse waren am Ende chancenlos und unterlagen dem USC Braunschweig mit 1:3 (16:25, 25:22, 21:25, 16:25).

Trainer Daniel Reitemeyer hatte sich nicht vom Tabellenstand blenden lassen und vor den zuvor sieglosen Niedersachsen gewarnt: "Sie haben nur gegen die Top-Teams der Liga gespielt und verfügen als Zweitliga-Absteiger über Substanz und Erfahrung." Entsprechend traten sie auf, präsentierten sich nicht etwa angeschlagen, sondern selbstbewusst und stabil.

Ganz anders die Ratinger, die nicht recht ins Spiel fanden. So ging der erste Satz über die Zwischenstände von 4:8 und 8:16 deutlich mit 16:25 verloren. Den zweiten Durchgang konnten die Gastgeber ausgeglichen gestalten, wobei sich keine Mannschaft mit mehr als drei Punkten absetzen konnte. Der eingewechselte Barry Reuter trumpfte auf und die Füchse glichen aus.

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Die Fans, die gehofft hatten, dies sei die Wende, fühlten sich bestärkt, als das Team sich nach einem 9:9-Zwischenstand auf 16:11 absetzen konnte. Aber die Gäste erwiesen sich als robust, während die Ratinger nach einer Schwächeperiode (19:19) einbrachen. Auch der anfangs so starke Barry Reuter war plötzlich von der Rolle. Ungewöhnlich für den Mann, dessen Schwankungen ansonsten minimal sind. Ein ähnliches Bild auch im vierten Satz, wo die Füchse klar mit 6:1 und 10:5 führten, dann aber mit 12:18 in Rückstand gerieten und kapitulierten.

Für Trainer Daniel Reitemeyer gibt es für die fehlende Konstanz eine simple Erklärung: "Wir haben zu viele Trainingsunterbrechungen aufgrund von Verletzung, Krankheit oder beruflicher Einsätze. So ist es schwer, die nötige Spielsicherheit zu gewinnen. Ein paar Fehler brechen unseren Spielfluss, und dann ist ein Volleyballspiel manchmal sehr schnell zu Ende."

Sorgen bereitet ihm die Tabellensituation noch nicht. "Es ist für uns kein Beinbruch, da unten drin zu stehen", sagt der Coach. "Wichtig ist, dass wir auf dem Niveau mithalten können und die Qualität vorhanden ist. Aber natürlich ist es schade, wenn wir dann am Ende verlieren." Sorgen macht er sich um André Mayer, den Schmerzen in der Schulter plagen und der sich in den kommenden Tagen einer Untersuchung unterziehen wird.

(RP/rl)
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