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Lokalsport: Fahrer Mies will auf "seinem" Ring siegen

Lokalsport : Fahrer Mies will auf "seinem" Ring siegen

Das ADAC-24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist das Saison-Highlight für den 25-jährigen Heiligenhauser Motorsportler. Er hofft, dass die Reifen seines Audis den Unterschied gegenüber der Konkurrenz ausmachen.

Schon als Zehnjähriger stand Christopher Mies an der Rennstrecke am Nürburgring - beobachtete die Mechaniker, feuerte seinen Vater an, der als Hobby im Rennwagen um Punkte fuhr. "So bin ich von der Leidenschaft für den Nürburgring und den Motorsport infiziert worden", sagt der Heiligenhauser Audi-Pilot. Folgerichtig blieb Mies nicht nur beim Kartfahren, sondern stieg mit 16 Jahren in den Automobilsport ein.

Sobald er mit 18 Jahren auch außerhalb der Rennstrecken Auto fahren durfte, zog es ihn selbst auf die Traditionsstrecke in der Eifel. "Damals durfte ich noch keinen GT-Rennwagen steuern, aber mit meinem Straßenauto bin ich immer wieder über die Touristenstrecke gefahren. Die Strecke und das Umfeld haben mich einfach begeistert", sagt Mies. Die Begeisterung ist bis heute geblieben, der Nürburgring sei einfach "seine Strecke".

"Auf den 25 Kilometern hat man alles, was man sonst nur auf verschiedenen Strecken bekommt: Kompressionen, Sprünge, langsame und schnelle Kurven. Jede Runde ist anders - mal ist eine Stelle trocken, mal hat es geregnet. Denn zwischen den Runden liegen ja um die zehn Minuten", sagt Mies. Bei dem 24-Stunden-Rennen müsse man sich zudem durch den Verkehr wühlen, was das Ganze noch unberechenbarer mache. Bisher hat Mies nur gute Erinnerungen an den Kurs. Beim Ford Fiesta Cup 2007 holte er auf der Nordschleife des Nürburgrings seinen ersten Podestplatz. Auch sein erstes GT-Rennen fuhr der inzwischen 25-Jährige mit gerade mal 19 Jahren auf dem Nürburgring - damals noch im Porsche.

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Heute ist der Heiligenhauser regelmäßig mit seinem Audi R8 LMS ultra auf der Strecke in der Eifel unterwegs. Für das Team Prosperia C. Abt Racing startet er heute gemeinsam mit Christer Jöns und Niclas Kentenich und Dominik Schwager beim ADAC-Zurich-24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Mit einem Sieg würde ein großer Traum des Audi-Piloten in Erfüllung gehen. "Klar sind die 24-Stunden auf dem Nürburgring das Highlight der Saison für mich - auch weil der Ring nicht so weit weg ist von zu Hause. Und natürlich ist es ein Traum, dort mal ganz oben auf dem Treppchen zustehen", sagt Mies. Dazu müssten aber viele Faktoren zusammenkommen. "Wir Fahrer müssen Topleistungen bringen, das Auto muss perfekt abgestimmt sein, die Taktik muss passen und dann müssen wir auch noch gut an den langsamen Autos vorbeikommen", sagt der Heiligenhauser.

175 Autos starten heute in das traditionsreiche Langstreckenrennen. Nur 30 davon seien wirklich schnell. Als Siegkandidaten hat der Heiligenhauser neben seinem Audi den zweiten Audi aus seinem Team sowie die beiden Audis des Teams Phoenix auf dem Zettel - genauso wie die Fahrzeuge von BMW und Mercedes. "Zwischen diesen Teams wird es sehr eng zugehen. Entscheidend wird sein, wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist", sagt Mies.

Aber auch die Reifen könnten über den Sieg entscheiden, glaubt Mies. "Nachdem die Reifen zuletzt auf der Strecke am Nürburgring nicht die Top-Geschwindigkeiten gebracht haben, haben wir nochmal getestet. Danach bin ich zuversichtlich, dass wir vielleicht sogar etwas schnellere Reifen haben als die Konkurrenz", sagt der 25-Jährige, dessen Team nicht mit Reifen von Michelin fährt, sondern mit den Mischungen von Hankook. "Wenn es richtig heiß geworden wäre, wäre das für uns schlechter. Aber bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius ist unser Reifen gut", sagt Mies. Er weiß, dass die Performance des Reifens einen Großteil der Leistung auf der Strecke ausmacht.

"Wenn wir am Ende des Rennens 24 Stunden lang Topleistungen gebracht haben und es nicht zum Sieg reicht, dann freue ich mich trotzdem - hauptsache wir kommen wenigstens unter die ersten Drei", sagt der Heiligenhauser. Damit das gelingt, muss sich der Audi über die lange Distanz besser schlagen als im gestringen Qualifying. In den Platzierungsrunden unterlag Mies den anderen drei Audi und wurde am Ende 18. der 30 Top-Starter.

(RP)