Lokalsport: Ex-Profis schlagen in Ratingen auf

Lokalsport : Ex-Profis schlagen in Ratingen auf

Kommende Woche startet die Tennis-Freiluftsaison. Vier Regionalliga-Mannschaften aus Ratingen sind am Start.

Tennisfans können sich auf eine spannende Regionalliga-Saison freuen. Vier Teams aus der Stadt sind in den spielstarken Klassen vertreten, die am 1. Mai in die neue Medensaison starten. Der TC Lintorf ist mit seiner Damen-Mannschaft dabei, die in der vergangenen Spielzeit aus der 2. Liga abgestiegen ist. Der TC Ratingen geht mit den Damen, Damen 30 und Herren 40 an den Start. Letztere gelten als die ambitionierteste Mannschaft aus dem Quartett. "Wir wollen ganz klar Erster in der Siebener-Gruppe werden und dann mal sehen, ob uns in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft dann der große Coup gelingt", sagt Sportwart Daniel Meier, der ebenfalls dem Team angehört.

Nicolas Kiefer geht für die Herren 40 des Ratinger TC an den Start - er spielte vorher bereits in der 30er-Bundesligamannschaft. Foto: Blazy Achim

Die Herren 40 des Ratinger TC hatten in den vergangenen Jahren immer souverän den Klassenerhalt geschafft, in dieser Saison soll der Blick aber nach oben gehen. Das Team hat sich verstärkt, bietet echte Spitzenleute auf und verfügt zudem über einen starken und breiten Unterbau. Die Konkurrenz in der Liga ist allerdings ebenfalls bärenstark. Um die Gruppe gewinnen zu können, müssen die Ratinger unter anderem am SC Rot-Weiß Remscheid vorbei, den amtierenden Deutschen Meister. Möglicherweise kommt es 1. Juli, dem letzten Spieltag, zu einem echten Endspiel, denn da müssen die Ratinger zu den Bergischen reisen.

Mit dem früheren Profi Nicolas Kiefer, der schon für die 30er-Bundesliga-Mannschaft der Ratinger aufschlug, haben die 40er einen Topspieler an Position eins für sich gewinnen können. Der frühere Ü40-Weltmeister Arnaud Magnin steht ihm an Position zwei an Spielstärke nicht nach. Beide dürften zu den stärksten Akteuren der Klasse zählen. Auch auf den folgenden Plätzen ist mit Stefan Koubek (von den Herren 30 gewechselt), Dick Norman, Kimi Tiilikainen und Axel Pretzsch exzellente Qualität vertreten.

Los geht es für das Team am kommenden Montag mit dem Auswärtsspiel beim Dortmunder TK RW 98. Das erste Heimspiel wird am 13. Mai gegen den Bonner THV ausgetragen.

Die Damen-Mannschaft des TC Ratingen backt dagegen in diesem Jahr kleine Brötchen. Nach dem finanziell bedingten Rückzug aus der Bundesliga darf sie in der Regionalliga mitspielen, ist aber für zwei Jahre für den Aufstieg gesperrt. Der erste Platz ist aber auch gar nicht der Anspruch der Truppe. Priorität hat der Klassenerhalt. Mit Nicola Geuer, Imke Küsgen und Natalia Vajdova sind lediglich drei Spielerinnen aus der Bundesliga-Mannschaft übriggeblieben. Dazu kommen im aktuellen Kader fünf Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, die im vergangenen Jahr in der Regionalliga spielte: Danielle Harmsen, Olga Brozda, Mandy Wagemaker, Lara Salden und Jutta Bornefeld. Neu sind im Team sechs Spielerinnen, darunter unter anderem an Position eins die Niederländerin Chayenne Ewijk. Das erste Spiel für die Mannschaft am 1. Mai zum Kölner THC Stadion RW.

Spannung verspricht das Duell mit dem Zweitliga-Absteiger Lintorfer TC, zu dem es aber erst am fünften Spieltag kommt. Der LTC, der mit Sarah Gronert, Laura Heinrichs, Sarah Krohnen-Dauser und Daniela Kalthoff an den Positionen eins bis vier in die Saison startet, gilt nicht als Kandidat für den direkten Wiederaufstieg. Als großer Favorit der Gruppe gilt der TC Bredeney. Auch Blau-Weiß Halle werden Chancen auf Platz eins eingeräumt. Am ersten Spieltag müssen die Lintorferinnen zu Westfalia Westerkappeln reisen.

Ganz auf den Ligaverbleib konzentrieren sich die Damen 30 des Ratinger TC um Sandra Spadzinski. Die Nummer fünf ist die große Konstante im Verein, begleitete vor Jahren bereits das Damen-Team auf ihrem Weg in die Bundesliga. Verstärkt hat sich die Mannschaft unter anderem mit Rückkehrerin Michaela Rütten (Position vier) sowie Angela Eberlein (sechs) verstärkt haben. An Position eins spielt mit Greta Arn die ehemalige Nummer 13 der Weltrangliste, in der vergangenen Spielzeit hatte sie allerdings lediglich zwei Einsätze.

Als Favorit auf den ersten Platz gilt in der Gruppe Titelverteidiger TC Bredeney. Erster Gegner ist am 1. Mai auf eigenem Platz ab 11 Uhr der Rochusclub.

(faja)
Mehr von RP ONLINE