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Tennis: Erstmals geht es in Ratingen um Weltranglistenpunkte

Tennis : Erstmals geht es in Ratingen um Weltranglistenpunkte

Der Ratinger Tennis Club (RTC) Grün-Weiß hat tief in die Tasche gegriffen. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens richtet der Club in der kommenden Woche ein internationales Turnier aus, bei dem es um Weltranglistenpunkte geht. Das hat es in Ratingen noch nie gegeben.

Die so genannten Future-Turniere werden vom Internationalen Tennis Verband (ITF) gemanagt. Die Turnierserie ist unterhalb der WTA-Turniere angesiedelt und gibt Spielerinnen die Chance, Weltranglistenpunkte zu sammeln und Siegprämien zu gewinnen. So sind die WSH Open Ratingen mit 10 000 Dollar dotiert.

Ab Sonntag kämpfen auf der Anlage Am Götschenbeck 64 Damen um Spiel, Satz und Sieg. An Nummer eins gesetzt ist Scarlett Werner. Die inzwischen 26 Jahre alte Berlinerin galt lange Zeit als das größte Talent seit Steffi Graf. Doch 2002 musste sie bei einem Turnier in Acapulco nach einem Blinddarmdurchbruch notoperiert werden und kam nur knapp mit dem Leben davon.

Im Februar 2003 gab sie ihren Rücktritt vom Profitennis bekannt und begann kurz danach ein Medizinstudium. 2009 startete sie ihre zweite Karriere und gewann seitdem vier ITF-Tunriere: im Vorjahr in Wiesbaden und Braunschweig, in diesem Jahr in Bournemouth und Velenje.

An Nummer zwei gesetzt ist Nicola Geuer, die vor wenigen Wochen mit dem RTC Grün-Weiß in die erste Bundesliga aufgestiegen ist. Die 23 Jahre alte Duisburgerin hat zwar auch vier ITF-Turniere gewonnen, allerdings liegen die Erfolge schon weiter zurück: 2008 in Stockholm, 2009 in Vale do Lobo und auf Gran Canaria, 2010 in Tessenderlo. In der Weltrangliste liegt sie auf Platz 854, rund 500 Plätze hinter der favorisierten Scarlett Werner.

(RP)