Eishockey: Ice Aliens müssen wichtige Weichen stellen

Eishockey : Ice Aliens müssen wichtige Weichen stellen

Ein Trainer und ein Hauptsponsor fehlen dem Eishockey-Klub für die Regionalliga. Klub-Chef Merkelbach ist zuversichtlich.

Rund zwei Wochen haben die Ice Aliens noch Zeit, alles in Ordnung zu bringen: Am 31. Mai ist der Meldeschluss für die nächste Saison in der Eishockey-Regionalliga, am Tag darauf ist gleich die Ligentagung. Stressige Tage für Rainer Merkelbach, den Schatzmeister und Quasi-Chef der Aliens, bis zum Stichtag noch die wichtigsten Baustellen zu bearbeiten. Für Merkelbach gibt es dabei zwei wichtige Punkte, die für ihn Grundvoraussetzung sind, um überhaupt für die Liga zu melden: Ein neuer Trainer muss her – und ein neuer Hauptsponsor.

Doch wie ist der Sachstand in beiden Fragen? „Wir sind in guten Gesprächen, was beide Baustellen angeht“, sagt Merkelbach. Doch der Reihe nach: Fünf bis sechs Kandidaten gab es für den Trainerposten nach dem Abgang von Krystian Sikorski. Inzwischen hat sich das Feld, auch aus finanziellen Gründen, deutlich gelichtet. Zwei Kandidaten sind noch übrig. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bis Mitte der kommenden Woche einen Trainer finden“, betont Merkelbach. Eines ist indes schon klar: Der ehemalige Verteidiger Sven Gotzsch, der im Jugendbereich als Trainer beschäftigt ist, wird den neuen Trainer bei seiner Arbeit unterstützen.

Genau so wichtig wie die Trainersuche ist für Merkelbach das Finden eines neuen Hauptsponsors. Heiko Balster steigt nach mehreren Spielzeiten mit seinem Unternehmen aus. „Wir sind mit einem potenziellen neuen Sponsor schon in sehr guten Gesprächen“, betont Merkelbach. „Das ist für mich die Grundvoraussetzung für eine Meldung in der Regionalliga. Ohne einen Hauptsponsor werden wir die Liga nicht stemmen können.“

Spielerverträge sind aktuell noch keine unterschrieben, doch das ist für Merkelbach kein Grund zur Sorge. „Wir haben mit vielen Spielern bereits grundlegende Gespräche geführt, auch mit denen aus dem aktuellen Kader, die wir halten oder die von sich aus bleiben möchten. Bis Monatsende werden wir aber sicherlich ein Grundgerüst stehen haben“, sagt der Schatzmeister.

Klar ist aber, dass der Verein auch beim Team abspecken wird. „Wir sind in der vergangenen Saison finanziell mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt er. „Aber natürlich müssen wir beim Team Sparmaßnahmen ergreifen.“ Der Klub will deshalb in den hinteren Reihen vor allem mit jüngeren Spielern und Eigengewächsen arbeiten. Das senkt die Kosten dramatisch. In anderen Vereinen der Regionalliga gibt es durchaus Spieler, die zum Nulltarif auflaufen. „Wir haben da auch schon im Bereich der Deutschen Nachwuchs Liga einige Gespräche geführt“, sagt Merkelbach.

Viele Baustellen also für ziemlich kurze Zeit. Klappt das denn alles bis zum 31. Mai? Merkelbach ist schließlich niemand, der ein finanzielles Risiko eingehen würde. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir den Verein fristgemäß für die Regionalliga melden können“, sagt Merkelbach.

Und das wäre für die Eishockeyfans in Ratingen doch wieder eine gute Nachricht – wenn auch nur eine erste kleine.

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