Lokalsport: Dietz darf gegen die Besten reiten

Lokalsport: Dietz darf gegen die Besten reiten

Die Ratinger Nachwuchsreiterin geht mit 16 anderen Teilnehmern beim großen Turnier in Wiesbaden an den Start.

Wer in große Hufspuren treten will, braucht eine große Chance. Deutschlands beste U25-Springreiter bekommen genau diese Chance beim Internationalen Wiesbadener Pfingstturnier. Dort steigt der U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und der Familie Müter. Die Teilnehmer für die zweite Etappe des Springpokals stehen fest, darunter die 21-jährige Ratingerin Theresa Dietz mit ihrem Erfolgspferd Carefino. "Alleine für Wiesbaden nominiert zu werden, als eine von insgesamt 17 Teilnehmern, ist schon ein unglaublicher Erfolg. Es gibt so viele gute U25-Reiter in Deutschland, die auf eine solche Chance hoffen", sagt Dietz überglücklich.

Vor 60 Jahren, 1958, waren Hans-Günter Winkler und seine Ausnahmestute Halla die Sieger im ersten Großen Preis von Wiesbaden. Ein Jahr später schrieb sich ein ebenso bekannter Name und ein ebensolcher Ausnahmereiter auf Wiesbadens Siegertafel: Fritz Thiedemann. Das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier steht für große Namen und große Erfolge.

Und das mit jahrzehntelanger Tradition. Alwin Schockemöhle, Ludger Beerbaum, Marcus Ehning - sie alle sind Olympiasieger und sie alle haben schon den Großen Preis im Biebricher Schlosspark angeführt. Aber: Von Winkler bis Ehning hatten alle die Chance zu reifen, zu lernen und auf den großen Springplätzen dieser Welt Erfahrungen zu sammeln.

Genau diese Möglichkeit bietet das Turnier in Wiesbaden. Co-Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann bringt es auf den Punkt: "Der Springpokal ist ein hervorragendes Instrument, den jungen Leuten den Übergang in den internationalen Spitzensport zu erleichtern." Schließlich ist der Druck und die Konkurrenz groß - aber es geht eben noch nicht um alles.

  • Die 50 besten Gourmet-Tempel 2009

Das große Wiesbadener Turnier geht in aktueller Form 2018 in die fünfte Runde. Wiesbaden ist die zweite von insgesamt drei Etappen, bei der die U25-Reiter Punkte und Platzierungen sammeln können.

Und das ist wichtig: Die besten 20 Reiter der drei Etappen dürfen zum Finale zum CHIO Aachen vom 18. bis 22. Juli, dem Weltfest des Pferdesports. "Aachen ist für jeden Reiter etwas ganz besonderes, alleine die Chance zu bekommen, sich für dieses Turnier zu qualifizieren, ist einfach unglaublich", schwärmt Dietz.

Am vergangenen Wochenende startete Theresa Dietz zur Vorbereitung vor heimischer Kulisse beim Lintorfer Reitturnier in der Springprüfung der Klasse S - hier belegte sie auf Carefino den 15. Rang. Der Weg zur Spitze ist eben ein ziemlich langer.

(RP)