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Die Triathleten des TuS Breitscheid haben alte Fotos herausgesucht

Facebook-Challenge TuS Breitscheid : Von Leistung, Tangas und Dosenbier

Die Herausforderung in dem sozialen Netzwerk Facebook hat die TuS-Triathleten inspiriert, selber alte Fotos zu suchen. Herausgekommen sind neben den Bildern auch viele Erinnerungen an teils skurrile Erlebnisse.

Die Herausforderung im sozialen Netzwerk „Facebook“, bei der Handballer aus der Region alte Fotos von sich in Aktion gezeigt hatten, hat die Triathleten des TuS Breitscheid inspiriert. Sie haben ebenfalls in ihren Archiven gestöbert und „historische Momente“ zutage gefördert, die auf der Homepage unter www.tus-breitscheid.de/tus-breitscheid-triathlon-historische-momente/ komplett nachzulesen sind. Hier einige Auszüge daraus.

1990 war Jörg Felgenträger der erste TuS-Athlet, der an einem Ironman-Triathlon teilnahm. Im „Triathlon-Mekka“ Roth finishte er bei seinem Debüt mit 10:19:22 Stunden und landete damit im vorderen Feld. 1992 folgte Rüdiger Welsch, ebenfalls beim Ironman in Roth. Er kam in 9:45:38 Stunden ins Ziel und blieb damit als erster TuS-Athlet unter der Zehn-Stunden-Marke. Felgenträger und Werner Samans starteten 1993 bei der Ironman-WM auf Hawaii, beide kamen aber aufgrund der schwierigen Bedingungen nicht ins Ziel. Beide machten das aber bei späteren Auftritten auf Hawaii wieder gut, Samans war der erste TuS-Athlet, der in Kona die Ziellinie überquerte.

Recht „ansehnlich“ wurde es in der Saison 2004: Der TuS hatte den Ausrüster gewechselt, leider ohne sich die neuen Wettkampf-Einteiler genauer anzusehen. Als Resultat traten die Triathleten bei allen Wettkämpfen dieses Jahres im „Tanga-Outfit“ an. „Die Höschen waren so knapp, dass sie von der Startnummer komplett überdeckt waren“, erinnert sich Wolfgang Reckel. Das hinderte die Breitscheider Athleten aber nicht, zahlreiche Bestleistungen zu zeigen. „In Bonn haben wir die Seniorenliga gewonnen“, erinnert sich Welsch. „Für den Sieg gab es einen Bildband über die Stadt Bonn überreicht von der damaligen Bürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Gut, dass ich bei der Siegerehrung schon wieder eine Bermuda-Shorts angezogen hatte“. Und: „In Kamen erreichten wir mit Platz eins, zwei, drei und sechs sogar ein absolutes Traumergebnis“, ergänzt Jörg Felgenträger. „Dafür gab´s vom Veranstalter ein Sixpack Dosenbier. Nachdem wir uns über die Aufteilung geeinigt hatten, habe ich mir dann meine Dose zur Pokalsammlung in die Vitrine gestellt.“

Kurios ging es 2006 beim Regionalliga-Wettkampf in Dortmund zu: Das TuS-Quartett Felgenträger, Chris Moll, Oliver Bohris und Welsch war schon startklar, um im Neoprenanzug zunächst 1500 Meter zu schwimmen. Kurz vor dem Start ging aber ein heftiger Gewitter-Schauer auf die Wechselzone nieder, der diese knöcheltief unter Wasser setzte. „Wir wollten kurzerhand die Auftaktdisziplin in die Wechselzone verlegen“, sagt Felgenträger schmunzelnd, „aber dazu hat der Wasserstand dann doch nicht ausgereicht.“ Der Wettkampf musste aber abgesagt werden.