Lokalsport: Der TV Angermund trifft auf einen ganz alten Bekannten

Lokalsport : Der TV Angermund trifft auf einen ganz alten Bekannten

In Neukirchen geht es gegen Ex-Spieler Jörg Förderer. Lintorf freut sich auf ein Auswärtsspiel, der TV Ratingen ist Favorit.

Es geht turbulent zu an der Spitze der Handball-Oberliga. Dort konnte der TV Angermund als Aufsteiger seinen stolzen zweiten Platz erst einmal festigen mit drei Siegen zuletzt. Jetzt geht es zum SV Neukirchen (heute, 18 Uhr). Dort ist Jörg Förderer mit seinen 43 Jahren als Spielertrainer immer noch der große Dreh- und Angelpunkt. In Angermund bleibt er unvergessen. Beim TVA war er einst zu Regionalliga- und Zweitligazeiten ein Idol, auch wenn das knapp zwei Jahrzehnte her ist. Erstmals kreuzen sich nun wieder die Wege und Druck ruht eigentlich nur auf dem TVA. Der will der große Verfolger vom unbesiegten Spitzenreiter Adler Königshof bleiben. Auf die Krefelder trifft der TVA im ersten Spiel des neuen Jahres am 14. Januar. "Aber erst einmal interessiert nur die Aufgabe in Neukirchen, die ist schwer genug," sagt Trainer Uli Richter. Seine Mannschaft ist in guter Verfassung, die vier Auswärtsspiele bisher wurden alle gewonnen.

Dass sich der TuS Lintorf in fremden Hallen erheblich wohler als daheim am Breitscheider Weg, dafür hat Manager Kalle Töpfer eine ganz einfache Erklärung: "Für einige Spieler ist es das erste Senioren-Jahr, für einige weitere das zweite. Da lässt es sich auswärts erheblich leichter aufspielen, der Druck ist geringer. Unsere Fans in Lintorf sind viel zu kritisch, wenn es einmal nicht läuft." Am Samstag (19 Uhr) geht es zur HG Remscheid. Der hat als Tabellenachter zwei Zähler mehr. Töpfer: "Unsere vier Auswärtsspiele waren, von Dinslaken abgesehen, beachtlich." Was ihn weniger interessiert: Remscheid enttäuschte zuletzt, hat dreimal verloren. Dazu Trainer Christian Beckers: "Das waren knappe Spielausgänge, es hat kaum Aussagewert. Wir müssen hellwach sein, mit Rückständen tut sich unsere junge Mannschaft ungeheuer schwer."

Bisher war der TV Ratingen bei seinen vier siegreichen Verbandsliga-Heimspielen stets klarer Favorit und kam damit gut klar. So ist es auch gegen Unitas Haan II (Tabellenzehnter/ Samstag, 18 Uhr, Europaring). Die Gäste verfügen aber über eine ganze Reihe überaus routinierter Spieler wie die Brüder Max und Nick Blau, Philip Schmalbuch und Stephan Panthel. Das wird schwer - auch wenn die Ratinger die zweitbeste Abwehr der Liga stellen. Haan spielt kaum schnellen Handball, ist auf Sicherheit bedacht und dagegen hatte es zuletzt schon der Tabellenführer LTV Wuppertal überaus schwer.

Mit größtem Respekt erwartet der Landesliga-Spitzenreiter SG Ratingen II heute (19 Uhr) an der Gothaer Straße den Tabellenneunten HSG Jahn/West. Die Oberkasseler besiegten kürzlich als bisher einziges Team den VfR Saarn und sorgten dafür, dass die SG-Reserve ganz an die Spitze stoßen konnte. "Wir müssen aufpassen, dass Jahn/West jetzt nicht auch noch uns da oben wegschießt", warnt Sprecher Marc Steppke. Zumal die beiden Routiniers Bastian Schlierkamp und Fabian Zarnekow aufgrund ihrer Aufgaben bei der ersten Mannschaft erneut fehlen.

(w-m)