Der Kampf um die Plätze

Ratingen 04/19 erwartet zum Heimdebüt in der Fußball-Niederrheinliga den VfR Fischeln.Trainer Karl Weiß richtet sein Team offensiv auf Sieg aus. Es gibt eine offene Rechnung aus der vergangenen Saison.

Erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison entschied sich das Rennen um die Meisterschaft und den Aufstieg, wobei die Ratinger das Nachsehen hatten. Das lag vor allem auch daran, dass es im Vorjahr einige ganz wenige Gegner gab, gegen die die Blau-Gelben nicht gewinnen konnten. Einer davon war der VfR Fischeln. In Krefeld gab es eine bittere 0:1-Niederlage, wobei die Ratinger die deutlich bessere Mannschaft waren, aber bei einer Standardsituation schliefen. Und im Rückspiel kamen sie nicht über ein 1:1 hinaus, wobei Thomas Zelles erst drei Minuten vor Schluss der Ausgleich gelang.

Offensiv zu Toren und Punkten

Folgt daraus, dass der VfR Fischeln ein Angstgegner ist? Nach nur zwei Vergleichen scheint eine solche Bezeichnung noch nicht angebracht. Aber so weit will es Trainer Karl Weiß auch gar nicht kommen lassen: "Wir werden offensiv agieren und wollen unser Heimspiel gewinnen." Damit will er an die vergangene Saison anknüpfen – nicht an die negative Bilanz gegen Fischeln, wohl aber an die überaus erfolgreiche Heimbilanz. Auch in dieser Saison will Weiß den Zuschauern daheim Offensivfußball mit Toren und Siegen bieten.

Dafür wird er möglicherweise sogar seine erfolgreiche Mannschaft der vergangenen Woche ändern, die in Oberhausen bei durchaus guten Aufsteiger mit 4:0 zwar zu hoch, aber doch verdient gewann. "Fischeln wird wahrscheinlich nur mit einer Spitze antreten", vermutet der Coach. "Darauf wollen wir offensiv reagieren." Die Raute werde er vielleicht verändern und Davide Venturiello bringen, weil der über Außen zusätzlichen Schwung bringen und die sicherlich massive Abwehr der Gäste knacken könnte.

Wer dann auf der Bank Platz nehmen soll, das wollte Weiß nicht verraten. Das ist auch eine heikle Angelegenheit, denn noch nie zuvor war der Kader so ausgeglichen besetzt. Wie groß der Konkurrenzkampf ist, zeigt sich auch im Training, wo es ganz anders zugeht als in den vergangenen Jahren. Weiß ist sich dessen bewusst, dass das für den ein oder anderen schmerzhaft sein wird. "Ich werde auf jeden Fall rotieren, nicht am zweiten Spieltag, aber im Laufe der Saison. Und das müssen die Jungs auch akzeptieren", sagt er. Man darf gespannt sein, wen es als ersten trifft.

(RP)