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Der Co-Trainer des TuS 08 Lintorf hat nach dem Saisonabbruch Ideen

Handball : Bauerfelds Pläne für den Handball

Der Lintorfer Dirk Bauerfeld hat ein Konzept an den Verband Niederrhein geschickt, das den durch den Saisonabbruch vermehrten Aufstieg in allen Ligen regeln könnte. Er handelt dabei im Sinne der gesamten Verbandsliga, die im Aufstiegskampf ein Härtefall werden könnte.

Dirk Bauerfeld, jeder weit und breit kennt und schätzt ihn, macht sich seit der Jugend an viele Gedanken in Sachen Handball. Nun hat sich der Co-Trainer des TuS Lintorf mit den weiteren Verantwortlichen des Verbandsligisten zusammengesetzt, die derzeitigen Pläne des Handballverbandes Niederrhein mit der umgehenden Saisonbeendigung missfallen allen total. „Wir müssten normal noch acht Spiele bestreiten, die beiden Spitzenteams, der Bergische HC II und die Bergischen Panther II, noch sieben. Hinzu kommt als Tabellendritter der SV Kettwig, alle drei haben sechs Verlustpunkte. Den Aufstieg nach derzeitigem Stand zu entscheiden, ist eine Ungerechtigkeit. Ich sage das im Interesse der gesamten Liga, wir sind als Tabellensechster nicht dabei im Aufstiegkampf. Aber es schmerzt sämtliche Betroffenen, wenn man eine gute Saison gespielt hat, immer oben dabei war und am Ende nicht belohnt wird“, sagt Bauerfeld.

Mit ihm zusammen saßen sein Uralt-Kumpel Kalle Töpfer, dann Siegrid und Norbert Heinemann, zudem die beiden Trainer Ralf Trimborn und Markus Wölke, und auch Hajo Pfeiffer, der starke Mann im Hintergrund des TuS 08. Alle hörten hin, was Bauerfeld zu sagen hat. „Es könnte einen vermehrten Aufstieg geben“, so der 62 Jahre alte Angestellte der Stadt Ratingen, der einst dem Kader der Jugend-Nationalmannschaft angehörte. Dann weiter: „In eine zweite Oberliga. Künftig ist ohnehin, wie ich aus zuverlässigen Kreisen erfahren habe, ein Zusammenschluss der Verbände Mittelrhein und Niederrhein geplant. Dann ändert sich ohnehin einiges. Man kann schließlich jetzt schon darauf reagieren.“

Die Lintorfer erstellten anschließend einen solchen Plan und schickten ihn an den Niederrhein-Verbandsvorstand. Es kam umgehend über die Familie Heinemann eine positive Reaktion zurück, aber ob die Lintorfer Pläne in der kommenden Spielzeit schon greifen, wurde freilich nicht bestätigt. Hier herrscht die Ungewissheit, wie es mit der Pandemie weitergeht. Bauerfeld denkt aber auch an die kleineren Vereine, die keine Chance sehen, in den höheren Regionen spielen zu können. „Keiner dieser Vereine wird zum Aufstieg gezwungen“, sagt der Lintorfer Familienvater. „Wichtig ist es, dass naheliegende Vereine in einer Liga zusammen spielen. Derbys haben schließlich immer ihren besonderen Reiz, und es erspart die großen Fahrkosten. Jedenfalls sind wir gespannt, wie die weitere Reaktion des Verbandes ausfällt.“