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Der Amateur-Fußball in der Coronavirus-Pandemie

Fußball Niederrhein : Fußballverband will Vereine im neuen Jahr anhören

Neue Einschränkungen oder Verschärfungen für den Amateur-Fußball gab es am Sonntag von der Poltik nicht. Schnellschüsse will der Verband Niederrhein aber auch vermeiden. Fraglich ist, wie es mit der Oberliga Niederrhein und ihren 23 Teams weitergehen soll.

Die Beschlüsse der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag bringen keine neuen Einschränkungen für den Sport mit sich. Das ist teilweise beruhigend, auf der anderen Seite war das Verbot von Nicht-Individual-Sport bis mindestens 10. Januar ohnehin schon ein harter Lockdown für den Amateursport. Verschärft oder verlängert wurde immerhin nichts mehr in diesem Bereich,

Doch wie geht es beispielsweise im Amateur-Fußball weiter? Nachdem der Fußballverband Bremen sich jüngst entschieden hat, in der Saison 2020/21 nur die Hinrunde spielen zu lassen und die Vereine damit von einem zu erwartenden Termindruck mit vielen Spielen in kurzer Zeit zu entbinden, so gibt es inzwischen zumindest Gerüchte, dass auch der Fußballverband Westfalen eine solche Lösung zu wählen gedenkt. Doch wie steht der Fußballverband Niederrhein (FVN) zu dieser Frage?

Die Antwort des Verbandsvorsitzenden Peter Frymuth ist eindeutig. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Vereine in eine solche Lösung einzubeziehen. Das hat sich im Frühjahr bewährt, und das planen wir auch jetzt wieder so. Anfang des neuen Jahres soll es dazu Gespräche geben, vor allem auch, was die Oberliga betrifft“, sagt Frymuth mit Blick auf die 23 Mannschaften starke Spielklasse, und erteilt somit einem Schnellschuss in dieser Frage eine Absage. „Klar ist, dass es mindestens zwei Wochen Vorlauf geben muss, und ich betone: mindestens, ehe nach einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs ein Spiel angesetzt würde.“

Zudem ist es auch so, dass alle Ligen für sich betrachtet werden sollen. So sei es durchaus denkbar, dass eine Liga mit 15 Mannschaften die Saison ganz regulär zu Ende spielen kann, während dies mit 23 Teams schwieriger wird. „In den Monaten April, Mai und Juni können schon einige Spiele durchgezogen werden, wenn das bis dahin wieder möglich sein sollte“, erklärt der FVN-Boss. Und das differenzierte Vorgehen hat sich in der Tat in diesem Jahr bewährt. Für Frymuth gibt es aber eine weitere ganz wichtige Angelegenheit. „Der Spielbetrieb ist ja das eine, aber es wäre schon mal eine ganz wichtige Sache, wenn wieder trainiert werden könnte, vor allem für den Nachwuchs.“

(ame/kpn)