Fußball: del Cueto stellt sich vor Hartmann

Fußball : del Cueto stellt sich vor Hartmann

Nach der 3:5-Niederlage gegen Speldorf müssen die Ratinger am Sonntag nach Hönnepel-Niedermörmter, wo sie noch nie gewonnen haben. Das Abwehr-Trio Fiedorra, Hub und Prengel fehlt weiterhin, noch ungewiss ist der Einsatz von Meier.

Alfonso del Cueto leidet. Am Sonntag musste er miterleben, wie seine Mannschaft nach vier Siegen in Folge mit 16:1 Toren die zweite Saisonniederlage kassierte und beim 3:5 gegen den VfB Speldorf in der Abwehr wackelte. Den nächsten Tiefschlag gab es für den Spanier am Mittwoch auf der Coach, wo er tatenlos mitansehen musste, wie sein Lieblingsverein Real Madrid eine 1:2-Niederlage in Dortmund hinnehmen musste. Glücklicherweise hatte er das nicht gerade bescheidene Angebot und die ihm für 250 Euro offerierte Karte für das Champions-League-Spiel abgelehnt.

"Das mach ich nicht, ich bin doch nicht verrückt", sagt er. So hat er sich vor dem Fernseher geärgert: "Es ist immer das gleiche: Real kommt hier hin und verliert." Aber der Trainer hat auch ein Lob für den Gegner parat: "Die Dortmunder haben einen hohen Aufwand betrieben und sind dafür belohnt worden."

Das ist einer seiner Kernsätze, den er so oder in abgewandelter Form immer wieder sagt, der aber natürlich in Ausnahmefällen nicht trifft. Denn Aufwand hatten die Ratinger auch gegen Speldorf betrieben. "Ja und wir hatten auch noch vier, fünf hundertprozentige Chancen", rechnet del Cueto vor. Wären sie genutzt worden, hätten die Blau-Gelben trotz ihrer Abwehrschwäche gewonnen.

Aber in Sachen Abwehrschwäche sieht sich der Trainer bemüßigt einiges zurecht zu rücken. Kevin Hartmann ist seiner Meinung nach nämlich zu sehr in die Kritik geraten. "Er hat die Niederlage gewiss nicht allein zu verantworten", sagt del Cueto und nimmt den 19-Jährigen in Schutz. "Er hatte zu viel Gewicht, ist deshalb nicht so schnell, aber sein Passspiel und seine Technik sind sehr gut, seine Flanken kommen genau."

Auch Torhüter Marcel Grote fand seine Leistung nicht so schlecht und wehrte sich gegen vorgebrachte Kritik. Das ist gut so, weil es zeigt, dass die Spieler kommunikativ, ehrgeizig und wehrhaft sind. Und es fördert den Entwicklungsprozess der Mannschaft, weil die Diskussion an Schwung gewinnt, wo die Fehler lagen und wie sie zu verhindern sind; denn dass es sie gab, beweisen die fünf Gegentore.

Veränderungen in der Viererkette wird es nicht geben, weil die drei Stammspieler Patrick Fiedorra, Christoph Hub und Stefan Prengel weiterhin verletzt ausfallen. Ob Sascha Meier mitwirken kann, ist ungewiss. Der Mittelfeldspieler suchte nach dem Training wegen Rückenschmerzen das Krankenhaus auf und wurde gespritzt.

Aber Ahmet Isiklar ist aus der Türkei zurück und wird am Sonntag in Hönnepel-Niedermörmter spielen, wo die Blau-Gelben noch nie gewonnen haben. In der vergangenen Saison waren sie aber ganz dicht davor, führten sie doch bis zur 90. Minute mit 2:0, um sich dann noch den Schneid und zwei Punkte abkaufen zu lassen. Alfonso del Cueto ärgerte sich und litt.

(RP/rl)