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Leichtathletik: Bronze für Luis Hanßler

Leichtathletik : Bronze für Luis Hanßler

Mit seiner ersten Medaille kehrt Luis Hanßler vom ASC Ratingen West von den Deutschen Jugend-Meisterschaften der Leichtathleten aus Jena heim. Der Mehrkämpfer überrascht im Weitsprung mit 7,36 Metern.

Bislang sorgte Luis Hanßler vor allem im Zehnkampf und über die Hürden für Schlagzeilen. Dieses Jahr hatte sich der Kreismeister im Fünf- und Zehnkampf zusätzlich zum Mehrkampf dann mit einer Bestleistung von 7,02 Metern im Weitsprung für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert.

Nach einer kurzen Trainingspause nach den Abiturfeierlichkeiten bereitete sich der 18 Jahre alte Ratinger dann zusammen mit seinem Trainer Aloys Derks akribisch auf die Meisterschaften und den Weitsprung vor. Direkt mit dem ersten Sprung sollte die Sieben-Meter- Marke erneut geknackt werden, um sich so eine Chance auf den Endkampf zu sichern. Also keine leichte Aufgabe, die Nerven zu wahren und dann noch seine Leistung abrufen zu können.

Bei sehr widrigen Witterungsbedingungen startete Luis Hanßler im sächsischen Jena in den Wettbewerb. Die Vorbereitungen waren gut gelaufen, im letzten Testwettkampf sprang er immerhin gute 6,97 Meter — genau die gleiche Weite erreichte er nun mit seinem ersten Sprung im laufenden Wettbewerb. Ein sehr guter Start, der den nötigen Motivationskick brachte, sich im zweiten Versuch zu steigern. 7,23 Meter lasen die Kampfrichter ab. Trainer und Athlet waren platt.

"Ich habe gemerkt, dass es ein guter Sprung war, aber mit dieser Weite habe ich nicht gerechnet", spiegelte der Blondschopf seinen Eindruck wider. Sein Trainer bekräftigte dies: "Wir haben mit 7,10 Metern gerechnet und auf 7,13 oder 7,14 spekuliert. An Weiten jenseits der 7,20 Meter haben wir aber nicht gedacht."

Doch es sollte noch besser werden. Weiterhin hoch motiviert — zu verlieren gab es zu diesem Zeitpunkt auch nichts mehr — konnte Luis Hanßler seine Weite mit gesprungenen 7,36 Metern im fünften Versuch noch weiter steigern und lag kurzfristig sogar auf dem zweiten Rang. Der letzte Sprung wäre sogar noch weiter gewesen, musste aber leider ungültig gegeben werden. "Dass Luis hier um den Titel mit springt, davon hat von uns niemand zu träumen gewagt, aber umso mehr freuen wir uns natürlich", so die Reaktionen der mitgereisten Familie.

Die Freude über die gewonnene Bronzemedaille war riesig, und dass beide — Trainer und Athlet — mit dem ungültigen Sprung ein wenig haderten, zeigt nur, wie ehrgeizig, aber auch wie eingespielt und funktionsfähig das Trainer-Athleten-Duo des ASC Ratingen West ist.

(peer)