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Eishockey: Bleyer bricht den Bann beim Arbeitssieg

Eishockey : Bleyer bricht den Bann beim Arbeitssieg

Die Ice Aliens gewinnen ihr Heimspiel in Dinslaken gegen die Kobras mit 5:1 (1:0, 1:1, 3:0). Morgen spielfrei.

Ratingens Trainer Janusz Wilczek machte nach dem Spiel keinen fröhlichen Eindruck. "Das hat aber nichts mit dem Spiel zu tun", meinte er. "Ich habe einen Nerv eingeklemmt und musste mir zwei Spritzen geben lassen." Dabei hatte seine Mannschaft durchaus Anlass zur Freude gegeben, denn seine Schützlinge verfolgten vom ersten Bully an die ausgegebene Marschroute und setzten die Kobras unter Druck. Nach zehn Minuten betrug das gefühlte Schussverhältnis 50:1 für die Aliens. Aber die Dinslakener wehrten sich nach der unerklärlichen 0:11-Pleite gegen Herford nach Kräften. Aber dann war es endlich so weit: Maximilian Bleyer erzielte die hochverdiente Führung der Ratinger, die ihr Heimspiel wegen der einsturzgefährdeten Halle in der Dumeklemmerstadt in Dinslaken austrugen. 242 Besucher bedeuteten Zuschauerrekord in auswärtiger Halle, wo die Ratinger Fans lautstark den Ton angaben. Nach dem Treffer schalteten die Aliens einen Gang zurück, erlaubten sich gar einige Nachlässigkeiten, aber Torhüter Bastian Jakob vereitelte den möglichen Ausgleich.

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Auch im Mittelabschnitt vergaben die überlegenen Aliens eine Fülle guter Chancen, so dass Trainer Wilczek sich verständlicherweise sein ergrautes Haar raufte. Wieder dauerte es zehn Minuten, bis die Scheibe im Netz zappelte. Ausgerechnet Fabian Jakobowski sorgte an alter Wirkungsstätte für das vorentscheidende 2:0. Janusz Wilczek atmete tief durch. Doch fünf Sekunden vor der zweiten Pause gibg sein Blutdruck nochmal richtig hoch. Verteidiger Simon Migas vertändelte den Puck und ermöglichte den Kobras den Anschlusstreffer. So wurde es spannender, als es den Aliens lieb sein konnte.

Im Schlussdrittel drängten die Aliens, um den beruhigenden Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen, doch benötigten sie eines der seltenen Überzahlspiele, um zu Erfolg zu gelangen. Thorsten Gries schloss eine sehenswerte Kombination zum 3:1 ab. Pascal Behlau machten wenig später mit dem vierten Treffer den Deckel drauf – der Sieg war perfekt.

Der Sieg der Aliens ohne ihren gesperrten Kapitän Jan Philipp Priebsch war verdient. Die Ratinger waren phasenweise eine Klasse besser, machten sich das Leben aber enorm schwer. Anstatt ihre Überlegenheit konsequent zu nutzen, wirkten sie mit der Führung im Rücken verspielt, bisweilen gar überheblich. So war es am Ende ein standesgemäßer Arbeitssieg.

(RP)