Bei der SG Ratingen überzeugt Leo Loose gegen die SG Langenfeld

Handball : Starke sechs Paraden in nur rund 16 Minuten Spielzeit

In der 44. Minute kommt Leo Loose für die SG Ratingen ins Spiel der Handball-Regionalliga bei der SG Langenfeld. Er hält stark, kann die 29:30-Niederlage aber nicht allein verhindern, auch wenn er sich bestens auf den Gegner vorbereitet hat.

So richtig freuen konnte sich Leo Loose (Foto: SGR/Archiv) über das Lob für seine gute Leistung im Spiel des Handball-Regionalligisten SG Ratingen bei der SG Langenfeld nicht – immerhin hatte es trotz der starken Vorstellung des Torwarts in der letzten Viertelstunde eine 29:30 (14:18)-Niederlage gegeben. In der 44. Minute kam der 21-Jährige für Nils Thorben Schmidt ins Spiel, dem nach dem Seitenwechsel nur noch zwei Paraden gelungen waren. „Ich habe erst einmal fünf Minuten Anlaufzeit gebraucht“, sagte Loose. „Aber dann lief es ganz gut – zumindest für mich persönlich.“

Seine erste Parade war die gegen den freien Kreisläufer Nils Raschke, es folgte eine im Spiel gegen André Boelken und eine beim Siebenmeter des Spielmachers, der in Halbzeit eins noch alle fünf Strafwürfe verwandelt hatte – auch zwei gegen Loose. Der hielt dann aber diesen Versuch mit dem rechten Bein und so das 26:26 ebenso fest wie kurz darauf, als es Boelken noch einmal aus dem Spiel heraus probierte. Am Ende kam der junge Keeper auf starke sechs Paraden in nur rund 16 Minuten Spielzeit.

Das ist natürlich kein Zufall. „Eine gute Vorbereitung macht 50 Prozent aus“, sagte Loose, der sich die Langenfelder noch einmal im Video angesehen hatte, insbesondere Boelken, Felix Korbmacher und Ole Völker, den er noch aus dessen Zeit in Ratingen kennt. Ausgerechnet der warf dann das entscheidende 30:28 Sekunden vor dem Abpfiff. „Da hat all das am Ende nichts gebracht“, ärgerte sich Loose, dessen Trainer Ace Jonovski sich dennoch über die gute Leistung seines jungen Keepers freute.

Der werdende Grafikdesigner kam 2012 als C-Jugendlicher zur SG, durchlief dort alle Jugendmannschaften und begann die laufende Saison eigentlich im Tor der Verbandsliga-Reserve, weil neben Schmidt in Petre Angelov ein weiterer gestandener Torwart im Regionalliga-Team da war. Als der Mazedonier aber im November 2019 zurück in seine Heimat ging, wurde Loose hochgezogen – ein Schritt, den die SG nicht bereuen muss. So vergab TuSEM Essen II zuletzt beim 32:32 zwei Siebenmeter gegen ihn, weswegen er mit Sprechchören gefeiert wurde. Für die neue Saison sind die Ratinger auf der Suche nach einem neuen Torwart –, aber nicht, weil sie an Loose zweifeln, sondern weil Schmidt nach Opladen geht.