Interview: Fußball: Aufstieg in die Regionalliga ist das Ziel

Interview: Fußball : Aufstieg in die Regionalliga ist das Ziel

Der RSV-Kapitän über die Entwicklung der Mannschaft, das Potenzial und seine persönliche Zukunft

Sie mischen an der Spitze mit, ohne eine Chance auf die Meisterschaft. Wie frustriert sind Sie?

Meier Ich bin überhaupt nicht frustriert, sondern sehr zufrieden. Wir haben etwas holprig angefangen und uns eine Heimniederlage gegen Cronenberg geleistet. Aber dann haben wir uns gefunden. Aber es hätte noch wesentlich besser aussehen können, denn in unserer Mannschaft steckt viel Potenzial, viel mehr, als wir bisher gezeigt haben. Ich bin der festen Überzeugung: Wenn wir unser Spiel spielen, können wir jede Mannschaft in der Liga schlagen.

Sie haben in dieser Saison schon auf drei Positionen gespielt – auf der Sechs, als Zehner und Freitag beim 2:0-Sieg gegen Hamborn als Linksverteidiger. Wo gehören Sie denn hin?

Meier Ich spiele jede Position sehr gern, aber am wohlsten fühle ich mich als Zehner, weil ich offensiv ausgerichtet bin. Auf der Position habe ich vier Spiele gemacht und wir haben viermal gewonnen. Da aber mit Patrick Fiedorra, Stefan Prengel und Christoph Hub drei Defensivspieler verletzt ausfallen, spiele ich auch mal hinten. Ich hoffe aber, dass die drei schnell wieder fit werden, denn wir brauchen sie alle drei.

Sie sind auch Kapitän. Tragen Sie die Binde eigentlich gern?

Meier Ja, ich bin zweiter Kapitän hinter Patrick Fiedorra. Ich mache das mal gern, würde mich aber freuen, wenn Patrick wieder schnell da ist und es macht. Er macht das prima, hält die Mannschaft zusammen, ist Ansprechpartner für die jungen Spieler. Dem Kapitän kommt eben eine wichtige Führungsrolle zu. Zum Beispiel sind Mannschaftsabende ganz wichtig. Man muss nicht immer einen drauf machen, kann auch mal einfach was essen gehen. Aber so etwas bindet auch privat und das ist ganz wichtig.

Wo ward ihr Freitag nach dem Sieg?

meier Da hatten wir einen Mannschaftsabend. Wir waren in der Altstadt, in der Nachtresi. Es war aber nicht so spät.

Sie sind jetzt 30 Jahre alt. Welche sportlichen Ziele haben Sie noch?

meier Ich möchte mit Ratingen oben mitspielen und weiter verletzungsfrei bleiben. Hier in Ratingen ist noch etwas möglich, hier kann sich mit der neuen Anlage noch was entwickeln. Unser Ziel sollte schon sein, in den nächsten zwei, drei Jahren in die regionalliga aufzusteigen und da möchte ich noch ein, zwei Jahre spielen und zu der positiven Entwicklung des Vereins beitragen. Anschließend könnte ich mir gut vorstellen, als Jugendtrainer zu arbeiten. Ich fühle mich in Ratingen wohl und es macht mir Spaß, hier Fußball zu spielen.

Obwohl es in dieser Saison nur um die Vizemeisterschaft geht, weil Uerdingen fast schon durch ist?

meier Wir dürfen uns nicht mit Uerdingen vergleichen. Der KFC spielt eine Riesensaison. Aber auch die Uerdinger werden noch einmal stolpern, wenn jetzt der Winter kommt. Aber an Uerdingen ist schwer ranzukommen. Wir müssen auf uns schauen, auf unsere jungen Spieler, und dass wir uns entwickeln und verbessern.

Wo sehen Sie Möglichkeiten?

meier Wir können uns immer verbessern, in allen Bereichen, jeden Tag, in jedem Spiel. Schauen Sie sich Dennis Ter Haar oder Tim Kloster an – das sind zwei junge Spieler, die sich von Woche zu Woche dazu lernen. Es macht richtig Freude, das zu sehen. Wir müssen die Mannschaft zusammenhalten und weiter wachsen und in jedem Training Gas geben. Die Siege sind dabei ganz wichtig, denn sie stärken die Motivation. So sind alle mit Spaß bei der Sache. Das ist alles sehr, sehr positiv.

(RP)
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