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ASV Tiefenbroich ist eng mit der Familie Ziegler verbunden

Porträt David Ziegler : Der wichtigste Mann beim ASV

Der 44-jährige David Ziegler wohnt zwar in Lintorf, ist aber Ur-Tiefenbroicher. In seiner Firma bildet er Spieler aus, seine Söhne sind ebenfalls in dem Klub aktiv, der sich prächtig entwickelt hat. Nur die Probleme rund um den Platz müssen zeitnah behoben werden.

Selbst will er es nicht so recht wahrhaben, aber David Ziegler ist eindeutig der wichtigste Mann beim ASV Tiefenbroich. Einen Vorsitzenden gibt es an der Sohlstättenstraße schon lange nicht mehr, die Arbeit ist auf mehrere Schultern verteilt, und das klapp auch vorzüglich. So sieht niemand die Notwendigkeit, dieses irgendwie zu ändern. David Ziegler, er wohnt übrigens gleich neben dem Lintorfer Sportplatz, hat mit dem dort beheimateten Klub RWL aber nichts am Hut, schloss sich dem ASV in der B-Jugend an und blieb immer dabei. Zudem tragen seine drei Söhne längst das blau-weiße Dress: Niklas in der A-Jugend, Noah in der B-Jugend und Nino in der E-Jugend. Die Betreuung dort wird von der Mama Karina übernommen. Damit ist es aber noch längst nicht genug mit den Zieglers und dem ASV Tiefenbroich. Patrick, 35 Jahre alt und Ex-Profi bei Bayer Uerdingen, hilft überall, wo es im Verein brennt, er spielt bei Bedarf auch aktiv mit, und dessen Ehefrau Monika leitet das Clubhaus.

2007 gründete David Ziegler in Tiefenbroich zusammen mit Bruder Patrick eine eigene Firma, in der Folien hergestellt werden, in der Regel für die Werbung. Zudem Display-Schützer. So war bis vor Kurzem Andreas Kusel dort angestellt, der altgediente ASV-Fußballer und heutige Trainer des Rather SV, dem derzeitigen Landesliga-Spitzenreiter. Kusel, zehn Jahre war er dort beschäftigt, hat sich aber in diesen Tagen beruflich neu orientiert, ist aber dennoch weiter eng mit dem Betrieb der Zieglers verbunden. Immer noch dabei ist Tim Reisgies, der Erste-Mannschaft-Spieler, er wurde in diesen Tagen erstmals Vater und im Betrieb auch schon ausgebildet. Zudem dort ausgebildet wurden mit Thomas Cyrys und Selly Arslangirei weitere ASV-Fußballer.

Spricht man den 44 Jahre alten Firmen-Chef auf seinen ASV an, dann ist er rundherum stolz darauf, was zuletzt geleistet wurde. Der Verein hat knapp 500 Mitglieder und umfasst 18 Mannschaften. „Aber platzmäßig stoßen wir längst an unsere Grenzen“, erklärt Ziegler die gegenwärtige Lage an der Sohlstättenstraße. „Unser Rasenplatz ist praktisch unbenutzbar. Er hat kein Flutlicht und die Drainagen sind restlos verstopft. Zudem auch defekt, das Wasser jedenfalls kann nicht abfließen. 95 Prozent unserer Mitglieder kommen aus der nahen Tiefenbroicher Umgebung. Wir leisten damit viel für den Ortsteil, und nun hoffen wir, dass nach einigen Jahren dieses kaum tragbaren Zustandes endlich geholfen wird. Der Rasenplatz wird dringender denn je benötigt,“ stellt er klar.

Aber sportlich läuft es glänzend. Vor zwei Jahren sah es nach einem Total-Absturz aus, der Abstieg in die Kreisliga C stand vor der Tür. Auch hier war es David Ziegler, der entsprechend zu handeln wusste. Mit Udo Bartsch holte er den genau richtigen Trainer für den Abstiegskampf. Der schaffte zudem in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Kreisliga A, und nun, vor der Corona-Zwangspause, steht der Klub dort sicher mit ausgeglichenem Punktekonto auf Platz neun.