Lokalsport: Angermunds Handballer sind gewarnt

Lokalsport : Angermunds Handballer sind gewarnt

Immer dann, wenn der Tabellenzweite den Vierten erwartet, handelt es sich eigentlich automatisch um ein Spitzenspiel. In der Handball-Oberliga ist es aber anders: Die Adler Königshof hat bisher fast alles aus dem Weg räumt - Platz eins ohne Niederlage, 25:1 Zähler. Und deshalb gehen die Krefelder mit einem Sieben-Punkte-Vorsprung in die Rückrunde. Dass sich daraus nur wenig Spannung ergibt, stört den Zweiten TV Angermund (18:8 Punkte) trotzdem nicht besonders. Die Mannschaft hat bisher vor allem in ihren sechs Auswärtsspielen voll überzeugt - unter anderem auch kürzlich beim knapp 29:30 in Königshof. Nun will Angermunder am Samstag (18.15 Uhr, Walter-Rettinghausen-Halle) den Vierten HSG Wesel (15:11) noch deutlicher distanzieren.

Die Weseler mit Trainer Sven Esser dürften allerdings bestens motiviert sein, um erstens das 28:30 vom vergangenen Wochenende in Lintorf auszubügeln. Außerdem gab es damals in der Hinrunde gegen Angermund eine 16:29-Pleite. "Wesel möchte bei uns einiges geraderücken", weiß TVA-Coach Uli Richter, "jetzt wird es für meine Mannschaft erheblich schwerer. Es gilt, Platz zwei zu verteidigen."

Die Gastgeber werden erneut - wie beim Saisonstart - mit couragiertem Deckungsverhalten auftreten müssen. Ein Vorteil: Der Kader ist verstärkt, denn Nici Töpfer kann wieder spielen. Dadurch besteht die Möglichkeit, Patrik Ranftler in seinem ersten Heimspiel für den TV auch halbrechts im Rückraum angreifen zu lassen. Einziger Ausfall ist diesmal der verhinderte Raffael Winter. "Nur wenn wir voll konzentriert auftreten, bleiben die Punkte hier", betont Trainer Richter, "einen vierten Platz, wo die HSG steht, bekommt man nicht geschenkt. Da muss man richtig gut sein - wie Wesel." Ein Erfolg wäre für Angermund zudem eine gute Grundlage für die Aufgabe am 4. Februar (19.30 Uhr) beim Nachbarn Unitas Haan.

(w-m)
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