Nachfolger steht schon fest Jugendtrainer Schmidt verabschiedet sich nach zehn Jahren

Ratingen · Nach dem Abstieg aus Staffel 1 der C-Junioren-Regionalliga legt Kai Schmidt sein Amt bei Ratingen 04/19 nieder. Er will die Akkus aufladen. Sein Nachfolger wird Ex-Bundesliga-Profi Andreas Voss.

 Jugendtrainer Kai Schmidt verlässt Ratingen 04/19.

Jugendtrainer Kai Schmidt verlässt Ratingen 04/19.

Foto: Achim Blazy (abz)

Kai Schmidt kämpfte bis zum Schluss, aber am Ende konnte der Trainer mit den U15-Fußballern von Ratingen 04/19 den Abstieg aus der ersten Staffel der Regionalliga nicht verhindern. Nach insgesamt zehn Jahren als Coach bei 04/19 verlässt Schmidt den Verein nun. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, sagt Schmidt. „Mir liegt 04/19 sehr am Herzen. Es ist der Klub, bei dem ich das Fußballspielen gelernt habe. Und vor allem ist es der Klub, bei dem ich meine Trainerkarriere angefangen habe. Jetzt möchte ich aber mein Amt niederlegen.“

2014 startete Schmidt im Alter von 15 Jahren als Co-Trainer der Ratinger F-Junioren. Zwei Spielzeiten später übernahm er die Mannschaft als Hauptverantwortlicher. „Mir hat die Arbeit als Trainer sofort viel Freude gemacht. Auf der einen Seite ist es toll, die jungen Spieler in ihrer Entwicklung zu fördern. Auf der anderen Seite bin ich mit meinen Trainerkollegen direkt sehr gut zurechtgekommen. Dass mein Start in Ratingen geklappt hat, freut mich besonders. Schließlich ist 04/19 mein Herzensverein“, betont Schmidt.

Dennoch wechselte der aufstrebende Übungsleiter zum großen Nachbarn Fortuna Düsseldorf. Hier war er zunächst ebenfalls als Co-Trainer der F-Jugend tätig, bevor er nach einer Saison deren Cheftrainer wurde. „Diese tolle Chance wollte ich einfach nutzen“, sagt der ausgebildelte Grundschullehrer. „Es war schön, dass ich von den Verantwortlichen wegen einer Tätigkeit bei der Fortuna angesprochen wurde. Auch nach meinem Abschied aus Düsseldorf haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Der Kontakt zu den Verantwortlichen ist bis heute nicht abgerissen.“

Nach drei Jahren in der Landeshauptstadt kehrte Schmidt nach Ratingen zurück, übernahm die E-Junioren und lernte viele weitere Mannschaften kennen. „Die Zeit in Düsseldorf hat mich deutlich weitergebracht. Als ich wieder nach Ratingen kam, habe ich auch dafür gesorgt, dass die Akteure der Fortuna mit meinen Kollegen in den Austausch gehen. Ich wusste, dass eine Kooperation für beide Seiten von Vorteil sein würde.“

Dass die Fortuna seit 2018 Partnerverein der Ratinger ist, leitete Schmidt mit ein. „So konnten immer wieder junge Talente zum jeweiligen Partnerverein wechseln, um ihre Entwicklung voranzutreiben. Außerdem haben wir Ratinger Trainer an den vielen Fortbildungen der Fortuna teilnehmen dürfen, wo wir einiges lernen konnten. Düsseldorf ist total professionell aufgestellt und hat ein riesiges Netzwerk“, sagt der Trainer.

Zuletzt coachte Schmidt zwei Spielzeiten lang die Ratinger C-Junioren. In der ersten Saison führte er das Team zum Klassenerhalt, bevor in der zweiten Serie der Abstieg zu Buche stand. „Das waren meine ersten beiden Jahre als Trainer auf dem Großfeld, nach dem kleinen Feld oder dem Übergangsfeld“, sagt Schmidt. „Ich bin dankbar für die unfassbar schönen Momente, die ich mit meinen Teams und dem ganzen Verein hatte. Unter anderem möchte ich dem ehemaligen Jugendleiter Dominic Geier danken. Auch mein Mentor André Schulz und Trainerkollege Christian Fettweis Schulten waren sehr wichtig für mich.“

Ab sofort wird mit Andreas Voss ein ehemaliger Bundesliga-Profi, der unter anderem für Bayer 04 Leverkusen und den VfL Wolfsburg auflief, die C-Junioren übernehmen. Zuletzt trainierte er die U15 des SC Bayer 05 Uerdingen in der Niederrheinliga. Ihm wird Daniel Kampmann, der zuletzt Ratingens C2 trainierte, assistieren. Welche Aufgabe Il Woo Jang, der mit Schmidt die C-Junioren trainierte, künftig bekommt, ist noch offen. „Ich hätte sehr gerne die talentierten Spieler des Jahrgangs 2010 trainiert“, stellt Schmidt fest. „Nach der intensiven Zeit von zehn Jahren in Ratingen brauche ich jetzt aber eine Pause, um auch die Vorzüge des Privatlebens wieder mehr genießen zu können. Ich muss und will meine Akkus wieder aufladen.“

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