Lokalsport: Aliens verschlafen erstes Drittel in Hamm komplett

Lokalsport: Aliens verschlafen erstes Drittel in Hamm komplett

Nach einem 0:4 im Auftaktdrittel verliert der Eishockey-Regionalligist bei den Eisbären verdient 2:6.

Das neue Jahr beginnt üblicherweise mit viel Feuerwerk, zumindest bei den meisten Silvesterfeiern. Bei den Ratinger Ice Aliens ist dies bei den Hammer Eisbären alles andere als entzündet worden - im Gegenteil. Nach 15 Minuten leuchteten auf der Anzeigetafel in Westfalen eine Vier auf der Seite der Eisbären und eine Null auf Seiten der Außerirdischen. Am Ende musste der Eishockey-Regionalligist eine 2:6 (0:4, 2:1, 0:1)-Niederlage einstecken. "Wir waren im ersten Drittel anscheinend noch im Weihnachtsurlaub. Hamm hat richtig Gas gegeben und dann ging es richtig schnell bei den ersten vier Gegentreffern", sagte Aliens-Coach Achim Johnigk.

Schon das erste Tor ließ darauf hindeuten, wo der Weg an diesem Abend hingehen sollte. Stepan Kuchynka hatte im eigenen Drittel nach einem Cross-Check in den Rücken die Scheibe verloren und Robin Loecke diese zur frühen Führung eingenetzt (4.). "Das war sehr unglücklich für uns in der Situation. Normalerweise sind das zwei Minuten. Aber wir haben da auch nicht diskutiert mit den Schiedsrichtern", erklärte Johnigk. Nur wenige Minuten später erhöhte Loecke auf 2:0 (8.). Michal Spacek und Andre Kuchnia sorgten mit den Treffern drei und vier für den verdienten 4:0-Pausenstand für die Hausherren.

Johnigk stellte in der Folge um: In der Verteidigung ein eher ungewöhnliches Bild - Tim und Tobias Brazda in einer Verteidigungsreihe. Es sollte den Aliens Aufschwung geben. "Die Brazda-Brüder haben einen super Job gemacht hinten drin und Ruhe hereingebracht", lobte der Trainer das Duo. Vorne wurde ebenfalls der Motor eingeschaltet - Dennis Appelhans (31.) und Milan Vanek (32.) verkürzten den Rückstand auf zwei Tore, ehe Spacek mit einem abgefälschten Schuss seinen Doppelpack schnürte und das 5:2 für Hamm erzielte. "Danach waren wir aber nochmal drauf und dran, das Spiel wieder eng zu machen. Am Ende war aber nicht mehr drin mit zwei Reihen. Und im Gegensatz zu den drei siegreichen Spielen vor der Winterpause fehlte uns auch das Scheibenglück", konstatierte Johnigk.

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Trotz der deutlichen Niederlage fand der Aliens-Trainer auch viele lobende Worte für seine Mannschaft. "Das zweite und das letzte Drittel waren echt gut. Die Jungs haben eine Reaktion gezeigt, sich nicht hängen lassen und wirklich gekämpft. Unsere Stürmer um Dennis Fischbuch und Milan Vanek haben sehr gut mit nach hinten gearbeitet, da können wir am Ende absolut drauf aufbauen."

Der Blick richtet sich nach vorne bei den Außerirdischen, denn schon am Freitag (20 Uhr, Eisstadion Sandbach) ist die Soester EG zu Gast. "Da müssen drei Punkte her, dass ist ganz klar. Und vielleicht sehen die Fans der Aliens auch das ein oder andere neue Gesicht. "Ich würde mich über einen, am liebsten zwei neue Spieler freuen. Mal schauen, was sich tut in den nächsten Tagen", sagte Johnigk - angesichts der angespannten Personallage täten ein paar neue Spieler dem Klub auch gut.

(law)