Eishockey: Aliens planen ohne Trainer Sikorski

Eishockey : Aliens planen ohne Trainer Sikorski

Der Eishockey-Regionalligist und der Coach konnten sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen.

Nach nur einer Saison müssen die Ratinger Ice Aliens schon wieder auf die Suche nach einem neuen Trainer gehen. Krystian Sikorski und der Vorstand des Eishockey-Regionalligisten konnten sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Der Klub muss nach der insgesamt enttäuschenden Saison auch finanziell abspecken; der Pole konnte sich dem Vernehmen nach mit dem niedrigeren Angebot nicht anfreunden.

„Wir sind uns leider nicht einig geworden“, sagte Aliens-Schatzmeister Rainer Merkelbach. „Fachlich ist Krysitan natürlich unumstritten, leider waren unsere Vorstellungen zu weit von einander entfernt.“ Ohnehin schien es zwischen Sikorski und den Aliens nie eine wirkliche Liebesbeziehung zu sein. Der Trainer monierte oft die fehlenden spielstarken Ausländer in seinem Team; der Verein hingegen wirkte nicht wirklich glücklich damit, dass sich Sikorski kaum um die Nachwuchsspieler im Verein kümmerte und diese nicht in die Regionalliga-Mannschaft integrierte.

So passt auch der Wortlaut der Aliens-Mitteilung, nach der ein Coach gesucht wird, der verstärkt junge Spieler an die erste Mannschaft heranführt und einbindet. „Es gibt bislang noch keine Kandidaten“, betont Merkelbach. „Aber wir freuen uns auf Bewerbungen.“

Dabei dürfte der Job an der Sandbach-Bande kein leichter werden. Der Klub hat finanziell den Anschluss an die Top-Teams der Liga verloren, muss aufgrund des Zuschauerschwunds in der vergangenen Saison gleichzeitig abspecken. „Wir werden künftig mit günstigeren Spielern über Fitness, Leidenschaft und Einsatzwille kommen müssen“, betont Merkelbach. Der Klub sucht bereits gezielt nach Spielern aus der Deutschen Nachwuchs-Liga, die den Sprung ins Profi-Eishockey nicht geschafft haben. In den kommenden Tagen werden auch Gespräche mit Spielern aus dem aktuellen Kader geführt. Definitiv verlassen werden die Aliens allerdings Simon Klemmer, der wieder nach Mannheim zieht, sowie Stefan Traut, der in die Oberliga wechselt.

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