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Eishockey: Aliens: Gegner Lauterbach sagt Spiel am Freitag ab

Eishockey : Aliens: Gegner Lauterbach sagt Spiel am Freitag ab

Eigentlich sollte der Eishockey-Regionalligist gegen Lauterbach spielen – nun bleibt nur noch das Spiel am Sonntag (18 Uhr) gegen Frankfurt.

Eigentlich sollten die Ratinger Ice Aliens am Wochenende ein „Kellerkind“-Wochenende absolvieren mit Spielen gegen den Letzten und Vorletzten. Doch daraus wird nichts: Am Donnerstag erklärte der Vorletzte aus Lauterbach, nur vier spielfähige Akteure und keinen Trainer zu haben und sagte beide Partien am Wochenende ab. So werden die Ratinger nur am Sonntag gegen Schlusslicht Frankfurter Löwen II spielen, heute (20 Uhr) gibt es dafür ein öffentliches Training für die Fans, die nicht ohne Eishockey können.

„Wir bedauern das sehr“, betont Schatzmeister Rainer Merkelbach. „Natürlich sind wir froh, dass wir die Absage rechtzeitig klären konnten. Aber da rächt sich, wenn man als Verein keinen Unterbau mit einer Zweiten- oder Jugendmannschaft hat und einen sehr dünnen Kader, der von Förderlizenzspielern abhängt, zusammenstellt.“ Am vergangenen Wochenende gingen neun Lauterbacher Feldspieler bereits 1:22 in Herford unter, am Tag darauf gab es sogar eine Heimpleite gegen das Schlusslicht aus Frankfurt. „Es gibt leider keine möglichen Nachholtermine“, sagt Merkelbach. „Alle Wochenendtermine bis Saisonende sind belegt und zwischen Weihnachten und Neujahr möchten wir nicht spielen. Der Verband muss entscheiden, was passiert.“ Zumal im Raum steht, dass die Lauterbacher ihr Team komplett aus der Liga zurück ziehen.

Sonntag kommt dann das Schlusslicht der Liga, die Löwen Frankfurt an den Sandbach. Mit mickrigen zwei Pünktchen und 120 kassierten Gegentreffern nach 16 absolvierten Partien sind die Hessen abgeschlagen Letzter. Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison durften die Anhänger der Ice Aliens zuhause einen 8:2-Kantersieg bejubeln. Ähnlich soll es am Sonntag in der Eissporthalle wieder laufen: „Alles andere wäre schon eine Enttäuschung“, sagt Trainer Krystian Sikorski. Ein Spaziergang erwartet er jedoch nicht. Gegen die Löwen fordert Ratingens Trainer daher höchste Einsatzbereitschaft von seiner Mannschaft. „Wir müssen 100 Prozent Leistung bieten um zu gewinnen“.

Mit sechs Punkten, davon drei am grünen Tisch, könnten die Ratinger in der Tabelle nach oben klettern: Aktuell steckt man als Sechster mit 22 Punkten nach 14 Spielen im Mittelfeld der Tabelle fest.

Doch nicht nur tabellarisch könnten sich die Ratinger Eishockeycracks verbessern, auch die Heimbilanz könnte aufpoliert werden: In sechs Heimspielen kassierten die Außerirdischen bereits drei Niederlagen – zur Festung wurde das Stadion am Sandbach in dieser Saison bislang noch nicht.

Dabei könnte Krystian Sikorski personell wahrscheinlich das erste Mal in dieser Saison aus den Vollen schöpfen: „Es hat sich keiner krank und verletzt gemeldet. Alle haben trainiert. Es könnte sein, dass wir das erste Mal komplett sind“, berichtet Sikorski. Tim Brazda könnte dabei ebenfalls eine Option sein. Nach seiner Schulterverletzung nahm der Flügelstürmer in dieser Woche erstmals wieder am Training teil.

Ob er gegen Frankfurt wieder auflaufen wird, ließ Sikorski jedoch offen: „Tim hat zwar in den letzten Tagen schon wieder mittrainiert, aber wir müssen schauen, ob wir in gleich an diesem Wochenende ins kalte Wasser werfen. Wenn er sich gut fühlt, könnte er dabei sein“, verrät der Cheftrainer.