1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen
  4. Lokalsport

Lokalsport: 811 Zuschauer feiern die Rückkehr in heimische Gefilde am Sandbach

Lokalsport : 811 Zuschauer feiern die Rückkehr in heimische Gefilde am Sandbach

"Endlich wieder daheim!" So manchem Eishockeyfan dürfte dieser Ausspruch wohl durch den Kopf geschossen sein, als er nach einjähriger Unterbrechung aufgrund der Sanierungsarbeiten endlich wieder Eishockey am Sandbach erleben durfte.

811 Zuschauer kamen zum Allstar-Spiel der Ratinger Vertretung gegen eine Krefelder Auswahl. "Wir hatten vorsichtig mit maximal 700 Besuchern kalkuliert. Dass es am Ende über 800 geworden sind, freut uns natürlich alle sehr und zeigt, das Eishockey in Ratingen nicht totzukriegen ist", sagte Erik Hennemann, Sprecher der Ice Aliens.

Wie dankbar die Fans waren, endlich wieder in der eigenen Halle sein zu können, wurde schon bei der Begrüßung der Spieler deutlich: Jeder, egal ob aktueller oder ehemaliger Außerirdischer oder alter Löwen-Spieler, wurde freundlich mit viel Applaus begrüßt. Dabei mussten sich die Zuschauer durchaus an den einen oder anderen Namen gewöhnen. So tauchte als Torwart der Ratinger Auswahl ein gewisser Tobias Lindberg auf. "Der Name passt zu einem Eishockeyspieler", lachte Hennemann, als er verriet, dass sich hinter dem neuen Namen Tobias Bläser verbarg. Der Ex-Keeper hat mittlerweile geheiratet. Er nahm gestern den Platz von Dennis Kohl im Tor ein, der verletzungsbedingt ausfiel.

Das Pech, nicht aufs Eis gehen zu können, hatte auch Aliens-Boss Dr. Kay Adam: "Ich habe mir im Skiurlaub eine Schulterverletzung zugezogen", so Adam, der sich besonders freute, einen seiner Vorgänger am Rande der Bande zu begrüßen, der aufgrund einer Erkältung ebenfalls nicht spielen konnte: Benedikt Odenthal. Auch der wurde freundlich empfangen und setzte mit seinem Besuch ein kleines Signal, hatte er doch einst nach dem heftigen Streit mit seinem Nachfolger Michael Krüger erklärt, nie wieder die Eishalle am Sandbach betreten zu wollen. Sag' niemals nie — das könnte theoretisch auch für Publikumsliebling Thorsten Gries gelten.

Vier Jahre hat der quirlige Stürmer für die Aliens gestürmt und sich dabei mit einem ungeheuren Engagement schnell einen Ruf als Kämpfer erworben. Aus beruflichen Gründen hat er die Schlittschuhe jedoch an den Nagel gehangen— vorerst: "Wenn alles gutgeht, besteht durchaus die Möglichkeit, dass Thorsten noch einmal für die Aliens aufs Eis gehen wird", wagte Aliens-Sprecher Hennemann einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Roland Kleiner, der das Spiel zusammen mit Stavros Mitakidis organisiert hat, war ebenfalls begeistert: "Es war einfach toll, aber auch sehr anstrengend." Bis um 6 Uhr am Sonntagmorgen soll die Eishockeyfamilie noch gefeiert haben. Und fast wäre es in Vergessenheit geraten: Die Ratinger Auswahl siegte mit 9:1.

(wol)