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12. Stadtwerke Ratingen Triathlon ohne Massenstart

Triathlon : 12. Stadtwerke Ratingen Triathlon ohne Massenstart

Cheforganisator Georg Mantyk bleibt optimistisch und plant unter Corona-Bedingungen für die Veranstaltung am 13. September 2020. Zumindes für die Kurzdistanz sind aktuell noch über 300 Plätze frei.

Noch sind es fast vier Monate bis zum Start des Stadtwerke Ratingen Triathlons am 13. September. Gleichwohl laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren – Corona hin oder her. „Im Moment sieht der Trend relativ gut aus. Und bis September ist es ja noch etwas hin“, sagt Gregor Mantyk. Der Cheforganisator findet: „Man kann auch nicht immer nur negativ denken. Die Athleten brauchen eine Herausforderung – die Leute wollen und müssen etwas machen.“ Eine Sicherheitsreserve lässt sich Mantyk aber doch. „Wenn es Ende Juni, Anfang Juli noch nicht hundertprozentig sicher ist, ob es mit dem Triathlon klappt, werde ich keine Pokale und Medaillen bestellen. Dann gibt es nur Urkunden, damit wir bei einem Ausfall die Startgebühren zurückzahlen können“, erläutert er und betont: „In solchen Zeiten muss man Kompromisse eingehen.“

Weil wegen der Corona-Pandemie die geplanten Rennen des NRW-Triathlonverbandes nicht stattfinden, gibt es jetzt beim Ratinger Triathlon noch Vakanzen. „Durch die Absage der Ligen haben wir die Möglichkeit, 350 weitere Starter zuzulassen“, sagt Mantyk. Die Anmeldung für die Kurzdistanz und die Staffeln ist damit noch möglich. Noch 20 Dreier-Teams und 289 Einzelstarter können die Strecken von 1000 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen in Angriff nehmen. „Wer also die wiedergekehrte Sportfreude gleich mit einem Wettkampf als Ziel verknüpfen möchte, sollte sich schnell für die Veranstaltung im und um das Angerbad anmelden“, erklärt Mantyk.

In den vergangenen Wochen machte sich der Triathlon-Experte viele Gedanken, wie die Wettbewerbe gemäß der aktuellen Hygienevorschriften und Abstandsregeln über die Bühne gehen können. Mantyk entwickelte das System des Einbahnstraßenschwimmens: Alle fünf Sekunden erfolgt ein Start auf der Bahn eins, am Ende des Beckens geht es auf der zweiten Bahn weiter und so fort. Damit kommt ein Massenstart gar nicht zustande und auch der direkte Wettkampf ist nicht möglich, aber Mantyk betont: „Am Ende zählt letztlich die persönliche Endzeit.“ Der Cheforganisator brachte zudem in Erfahrung: „Kein Triathlet ist böse, wenn er statt 500 Metern nur 400 schwimmt oder statt 1000 nur 800.“ Und im schlimmsten Fall „haben wir uns schon einen Duathlon überlegt“, berichtet Mantyk. Will heißen: Dann fällt das Schwimmen ganz flach. Eine Siegerehrung vor Ort soll es ebenfalls nicht geben, sondern sie soll kontaktlos online erfolgen.

Für das eine oder andere Glanzlicht will der Veranstalter aber auch in der Corona-Zeit sorgen. „Ich habe schon mit ein paar Profis gesprochen. Die haben auch ein Problem, weil sie ihren Sponsoren etwas nachweisen müssen. Vielleicht bekommen wir ein paar Weltmeister, die auf Hawaii waren oder es nehmen zumindest einige Alterklassenweltmeister teil.“ Georg Mantyk lässt nichts unversucht, trotz Corona-Krise auch die 12. Auflage des Stadtwerke Triathlons zu einem Erlebnis zu machen. Ob es für die ganze Familie ist? Das bleibt abzuwarten. „Inwieweit die Angehörigen ihre Athleten begleiten und anfeuern können, ist selbstverständlich noch nicht absehbar“, schränkt Manytyk ein.