Lokalsport: 04/19 muss sich wieder aufrichten

Lokalsport : 04/19 muss sich wieder aufrichten

Nach den beiden späten Gegentoren beim 2:3 gegen Schonnebeck geht es Sonntag gegen Kellerkind Cronenberg.

Gut gespielt, eine ansprechende Reaktion auf das verlorene Derby in Velbert (0:2) gezeigt, aber trotzdem in der Nachspielzeit noch verloren - eine unter dem Strich bittere Bilanz für Ratingen 04/19. Besonders die fünf bis sechs Minuten nach Ende der regulären Spielzeit gilt es für den Fußball-Oberligisten so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen und nach vorne zu schauen. Denn schon am Sonntag (15 Uhr, Stadionring) geht es in der englischen Woche gegen den Abstiegskandidaten Cronenberger SC (16.) weiter. In der Nachspielzeit hatte die Spvg Schonnebeck die Partie noch von 2:1 auf 2:3 gedreht und noch drei Punkte vom Stadionring entführt. "Das ist einfach ärgerlich. Die ersten 30 Minuten gehören klar uns. Wenn wir früher das 2:0 machen, ist der Deckel drauf", sagte ein frustrierter 04/19-Kapitän Mark Zeh.

"Eine bittere Niederlage für uns. Aber kein Vorwurf. Die Mannschaft hat alles gegeben" sagte RSV-Trainer Alfonso del Cueto, sprach jedoch ebenfalls die Chancenausbeute an: "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut, haben vier oder fünf klare Chancen, machen die aber nicht. Klar, zweimal treffen wir auch die Latte. Und die machen die Dinger dann am Ende. So ist das, wenn du oben stehst", analysierte del Cueto.

Vielleicht lag es am Ende aber auch an der fehlenden Kraft bei den Blau-Gelben, deren Spiel in der ersten Halbzeit "sehr laufintensiv war", wie del Cueto bemerkte. "Die Kräfte haben in der zweiten Halbzeit nachgelassen bei uns. Und dann haben wir vielleicht auch etwas zu tief gestanden und den Gegner zu sehr kommen lassen", ergänzte er.

Jetzt hat der Spanier nur wenige Tage Zeit, um die Mannschaft wieder aufzurichten. Dann "kommt am Sonntag eine Mannschaft, die im Abstiegskampf die Punkte braucht", sagte del Cueto. "Bis dahin müssen wir die Köpfe wieder frei bekommen", fordert Zeh.

Für einen Heimsieg spricht, trotz der extrem bitteren Last-Minute-Niederlage unter der Woche, eine ganze Menge. Der Gast mit Ratingens Ex-Trainer Peter Radojewski hat aus den bisherigen fünf Spielen im April nur magere drei Punkte geholt - dreimal spielten die Wuppertaler Remis, zweimal setzte es eine Niederlage. Und überhaupt: In den 14 Auswärtsspielen in dieser Spielzeit holten die Cronenberger auch nur 14 Zähler. Da muss noch einiges kommen, soll es noch mit dem Liga-Erhalt klappen. Fakt ist, "dass wir die Punkte, die wir gegen Schonnebeck liegengelassen haben, am Sonntag zurückholen wollen", sagte Kapitän Zeh motiviert. "Aber die brauchen auch jeden Punkt. Einfach wird das natürlich nicht."

Ob dabei sein Innenverteidiger-Kollege Phil Spillmann mit von der Partie sein wird, steht noch in den Sternen. Der 22-Jährige, der beide Foulelfmeter für den RSV gegen Schonnebeck souverän verwandelte und seine Mannschaft mit seinen Saisontreffern neun und zehn zweimal in Führung brachte, musste kurz vor Schluss ausgewechselt werden. "Phil musste mit Kreislaufproblemen runter. Dann hat er uns natürlich in der Schlussphase im Zentrum gefehlt", sagte del Cueto - und da fiel das entscheidende Tor.

(law)