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Heiligenhaus: Spielplätze - hier aufbauen, dort abbauen

Heiligenhaus : Spielplätze - hier aufbauen, dort abbauen

Pro Jahr stehen zum Unterhalt der 52 städtischen Spielflächen 80 000 Euro zur Verfügung - zu wenig für alle.

Der Jugendhilfeausschuss möchte einmal jährlich eine Prioritätenliste von zu sanierenden Spiel- und Bolzplätzen sehen. Darüber hinaus soll die Verwaltung jeweils mitteilen, welche Arbeiten besonders dringlich sind und eine Reihenfolge festlegen. Das komplette Datenmaterial soll im Herbst vorliegen.

Die neue Prioritätenliste - ein Verfahren, das der Fachbereich Immobilienservice auch bei der Gebäudeunterhaltung nutzt - soll sich nach einer Reihe von Punkten richten: Nutzungsgrad des Platzes/der Geräte, Alter und Zustand der Geräte, Hinweise oder Beschwerden von Anwohnern und Umfang der Maßnahme. Der Jugendhilfeausschuss entscheidet über die Flächen, die im laufenden Haushaltsjahr instand gesetzt werden sollen. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Umsetzung schließt sich an und ist abhängig von der Größenordnung der Vorhaben.

 An der Rhönstraße wird gebaut (links), der Spielplatz Am Siepen wird verschwinden.
An der Rhönstraße wird gebaut (links), der Spielplatz Am Siepen wird verschwinden. Foto: Achim Blazy

Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, die Sanierungsmaßnahmen der Spiel- und Bolzplätze für 2015 gemäß der vorgelegten Prioritätenliste vorzunehmen: 1. Sanierung der Spielfläche Hunsrückstraße in Heiligenhaus Oberilp, geschätzte Kosten: 50 000 Euro; 2. Abtragen des Rutschenhügels auf dem Außengelände der Kindertagesstätte Steppkeshaus, geschätzte Kosten: 20 000,00 Euro. Für "Unvorhergesehenes" soll eine Summe von 10 000 Euro bereitliegen.

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Aber das ist nicht alles. So sollen der Spielplatz "Am Siepen" und der Bolzplatz "Rotdornweg" stillgelegt werden. Zur Begründung heißt es: Bereits im vergangenen Jahr wurde im ersten Teil des Spielflächenbedarfsplans die Stilllegung einzelner Flächen an unattraktiven, nicht gefragten Standorten avisiert.

Hier hatten die Planer ein Problem: Aufgrund der massiven Sturmschäden nach Sturmtief Ela, waren viele Spielflächen bis in den Herbst 2014 hinein gesperrt, so dass die vorgesehene Erfassung der Frequentierung einzelner Spielflächen nicht wie geplant erfolgen konnte. Dies wird nach der Erfassung im Frühsommer 2015 dann mit dem zweiten Teil der Spielflächenbedarfsplanung in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Bereits im März diesen Jahres teilten die technischen Betriebe dem Jugendamt mit, dass die beiden benannten Plätze "aufgrund zunehmender Mängel der Spielgeräte wie auch der allgemeinen Ausstattung" zurückgebaut werden müssten, insbesondere auch, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Der Spielplatz "Am Siepen" liegt unmittelbar an der Hauptdurchgangsstraße Südring und ist massiven Immissionsbelastungen ausgesetzt. Deutlich attraktivere Spielplätze befinden sich - laut Verwaltung - in unmittelbarer Entfernung an der Kurt-Schumacher-Straße (220 Meter) und Christine-Teusch-Weg (350 Meter ). Aufgrund seiner ungünstigen Lage und der geringen Größe wurde der Platz mit der Gesamtnote "ungenügend" bewertet.

Bei dem ehemaligen Spielplatz Rotdornweg handelt es sich um eine nicht mehr ausgestattete Fläche, die nur noch als Bolzplatz genutzt werden sollte. In der Bewertung wurde die Fläche ebenfalls mit "ungenügend" bewertet.

(RP)