Ratingen : SPD will den Eutelis-Platz umbenennen

Ratingen : SPD will den Eutelis-Platz umbenennen

Gesucht wird eine Persönlichkeit aus dem sozialen Bereich. Die Firma Eutelis existiere nicht mehr, so die Fraktion.

Namen prägen das Stadtbild und sind ständige Wegbegleiter. Und nun  gibt es dazu einen  aktuellen Vorstoß: Die SPD-Fraktion hat in einem Antrag an den Bürgermeister gefordert, dass der Eutelis-Platz umbenannt wird. Ziel ist die Namensgebung nach einer Persönlichkeit, die für den großen Bereich Erziehung/Bildung/Kindswohl/Sozialpolitik bedeutsam war.

Um auch noch lokale Bezüge herzustellen, sollen die Heimatvereine wie auch der Träger der Einrichtung Westhäkchen in den Namensfindungsprozess einbezogen werden. Aus Sicht der SPD ist klar: Die Firma Eutelis existiert schon lange nicht mehr und tritt höchstens noch im nicht-öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses hin und wieder in Erscheinung.

In einer Mitteilung der Fraktion heißt es: „Die Firma ist nicht stadtgeschichteprägend, und Ratingen ist dieser Firma auch nicht im besonderen Maße verpflichtet wegen eines gesellschaftlichen Engagements. Der Fall Eutelis-Platz zeigt die Schattenseiten der Benennung öffentlicher Verkehrsflächen nach Firmen und auf Firmenwunsch, wenn diese dann nicht mehr existent sind.“

Durch die Schaffung der großen Kindertageseinrichtung am bisherigen Eutelis-Platz bietet es sich aus Sicht der SPD an, diesen Platz nach einer Persönlichkeit zu benennen, die im sozialen Bereich bedeutsam war.

Um lokale Bezüge zu finden, sollen die Heimatvereine wie auch der Träger der Einrichtung Westhäkchen in den Namensfindungsprozess einbezogen werden. Mögliche Namensgeber könnten sein: Wilma Schappe, langjährige Sozialpolitikerin in Ratingen, oder Marie Juchacz, Frauenrechtlerin, Sozialpolitikerin, in Düsseldorf gestorben.

Vor längerer Zeit hatte es an anderer Stelle eine Debatte um den Namen für den neuen Rathaus-Vorplatz gegeben. Die CDU-Fraktion wollte den Platz nach Dr. Helmut Kohl benennen. Kohl war der „Kanzler der Deutschen Einheit“, der sich als überzeugter Europäer immer für ein freiheitliches und friedfertiges Europa eingesetzt habe, so die Christdemokraten in einer Stellungnahme.

Deshalb habe man beantragt, den Rathausvorplatz nach dem ehemaligen Bundeskanzler zu benennen. „Dr. Helmut Kohl gilt parteiübergreifend als einer der Staatsmänner, die auch nach ihrer Lebenszeit Deutschland, Europa und die Welt prägen“, begründete Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender, den entsprechenden Antrag, der gemeinsam mit Patrick Anders, dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden, gestellt wurde.

Fazit der Debatte: Straßen  und Plätze nach zeitgeschichtlichen Personen zu benennen, ist ein sensibles Thema. 

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