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Politik: SPD-Kritik: Die FDP macht eine politische Umkehr

Politik : SPD-Kritik: Die FDP macht eine politische Umkehr

Der Wahlkampf ist bereits in vollem Gange. Und es geht verbal ordentlich zur Sache. Die Aussagen des FDP-Bürgermeister-Kandidaten Markus Sondermann, in Ratingen attraktiven Wohnraum bereitstellen zu wollen und nicht nur preisgedämpften, wie es die SPD fordere, entlarven nach Meinung von Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender, die politische Umkehr der FDP.

Wiglow ist auch Bürgermeister-Kandidat der SPD. „Hier ist nun mit Markus Sondermann jemand an die Spitze gekommen, der wie kaum ein Zweiter in der FDP für die Partei der Besserverdienenden steht. Herr Sondermann knüpft mit diesen Aussagen lückenlos an seine unrühmliche Rolle an, die er bei der Verhinderung öffentlich geförderten Wohnungsbaus an der Lilie, Sportplatz Talstraße, gespielt hat“, urteilt Wiglow. Damals habe Sondermann unberechtigte Ängste von Mietern in Sozialwohnungen geschürt – und „das noch mit sprachlichen Entgleisungen, die man so nicht in der FDP vermuten würde“. Die FDP als eine Partei, der die Wirtschaft am Herzen liegt, muss nach Ansicht der SPD auch die normalverdienenden Beschäftigten im Blick haben, die die Firmen als Arbeits- und Fachkräfte benötigen. Ohne bezahlbaren Wohnraum gibt es auch keine Fachkräfte in der Stadt. Zudem scheine Sondermann nicht zu wissen, dass die Wohnungsnot längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Der Personenkreis mit einem Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein beziehe sich nicht nur auf Bezieher von Arbeitslosengeld II, sondern umfasse auch Fachkräfte wie Polizisten, Alten- und Krankenpfleger.

Sondermann hat sich dafür ausgesprochen, für Menschen, die im Schwarzbach-Quartier arbeiten werden, attraktiven Wohnraum zu schaffen. Stadtentwicklung sei es eines seiner zentralen Themen.