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SPD Heiligenhaus schlägt Magnetschwebebahn vor

Zukunft des Nahverkehrs : SPD schlägt Magnetschwebebahn vor

Heiligenhaus soll nach Möglichkeit wieder eine Schienenanbindung bekommen. Die Reaktivierung der Niederbergbahn oder der Angertalbahn waren bisher im Gespräch. Nun gibt es eine neue Variante.

Die Stadt soll wieder einen Bahnanschluss bekommen. Zumindest hat der Rat im Dezember vergangenen Jahres den Bürgermeister beauftragt, sich dafür einzusetzen und dabei auch moderne Varianten schienengebundener Verkehrssysteme zu prüfen. Explizit wurde dabei eine Hochbahn angesprochen. Nun  wird die Heiligenhauser SPD konkreter: Sie fordert eine Machbarkeitsstudie für das TSB (Transport System Bögl).

Die Magnetschwebebahntechnik sei  leise, platzsparend, emissionsarm und flexibel und könne wahlweise aufgeständert, ebenerdig oder unterirdisch eingesetzt werden. Für die SPD sind das ideale Voraussetzungen. „Denn „Aktuell steht keine geeignete Trasse für eine Bahn in herkömmlicher Rad/Schiene-Technik zur Verfügung. Die Trasse der Niederbergbahn wurde zum Panoramaradweg, die Angertalbahn lieg zu abseits“, argumentiert die SPD.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Heiligenhauser FDP eine neue Anbindung der Stadt ans Schienennetz angeregt. Dabei ging es um mehr als lediglich die Reaktivierung der Niederbergbahn oder Angertal-Bahn für den Personenverkehr. Es solle über weitere Alternativen bei Streckenführung und Verkehrssystem nachgedacht werden: Beispielsweise eine fahrende Hochbahn, wie an der TU Dortmund oder dem Düsseldorfer Flughafen. Das Thema Schienenanschluss beschäftigte dann auch den Kreistag in Mettmann. Dort wurde beschlossen, sowohl für die Niederbergbahn als auch für die Angertalbahn Machbarkeitsstudien zu erstellen.

  • Die gesperrte Angerbrücke.⇥RP-Foto: Achim Blazy
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Für die SPD jedoch ist der Ausbau der Angertalbahn aus Heiligenhauser Sicht uninteressant. Der Grund: „Die Trasse verläuft weit weg von der Ortslage. Haltepunkte wären fußläufig gar nicht erreichbar und auch ansonsten verkehrstechnisch nicht angemessen anzubinden“. Anders sähe das bei der Trasse der Niederbergbahn aus. Haltepunkte wären jeweils in der Nähe von Wohn- und Gewerbegebieten sowie der Innenstadt. Der Haken: der Radweg.

Die Alternative wäre aus Sicht der SPD also die Magnetschwebebahn. Die könnte über dem Panoramaradweg aufgeständert oder noch besser über die Trasse der A44 geführt werden. Mit einer Geschwindigkeit von 150 Kilometer in der Stunde sei die Magnetschwebebahn zudem eine wirkungsvolle Alternative zum Auto. Auch Andere denken darüber nach: Im Februar wurde eine Machbarkeitsstudie für die Anbindung des Münchener Flughafens an die bayerische Landeshauptstadt vergeben.