Ratingen: Spatenstich für Lückenschluss

Ratingen: Spatenstich für Lückenschluss

Am 26. April soll Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) den Startschuss für das umstrittene A 44-Projekt geben. Ein zweites Bauvorhaben steht ebenfalls im Blickpunkt: der neue Autobahnanschluss für Lintorf.

Noch ist der Termin nicht offiziell bestätigt. Fest steht aber: Der Baubeginn für den viel diskutierten und vor Gericht ausgefochtenen A 44-Lückenschluss zwischen Ost und Velbert rückt deutlich näher. Dr. Wilhelm Droste, CDU-Landtagsabgeordneter für die Städte Ratingen und Heiligenhaus, erklärte gestern, dass der 26. April anberaumt sei.

An diesem Tag will Droste Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) im Beisein von Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) zur Seite nehmen. Der Spatenstich für das großangelegte Bauprojekt stehe zwar im Vordergrund, so Droste, aber am Rande der Veranstaltung soll sich die Gelegenheit bieten, über ein anderes wichtiges Verkehrsprojekt zu sprechen: den neuen Autobahnanschluss für Lintorf.

Bis zu 6000 Arbeitsplätze

Hintergrund: Das Unternehmen Vodafone, das in Düsseldorf (Am Seestern) und in Lintorf (Rehhecke/Breitscheider Weg) zwei Campus-Standorte errichten will, hat Droste schriftlich darum gebeten, den Bau eines neuen Autobahnanschlusses an der A 524 zu unterstützen. Der Plan für das knapp 16 Hektar große Areal sieht in der ersten Bauphase bis zum Jahr 2012 die Ansiedlung von 2000 bis 2500 Arbeitsplätzen vor. Eine weitere erhebliche Vergrößerung auf über 6000 Jobs ist nicht ausgeschlossen.

In Schreiben an Lienenkämper und Ramsauer machte Droste deutlich, dass der Ausbau des Areals die einmalige Gelegenheit biete, einen Weltkonzern der Telekommunikationsbranche auf Dauer in der Region zu binden. Vodafone habe erneut angekündigt, dass für den weiteren Ausbau der Konzernniederlassung eine direkte Anbindung des Areals an die A 524 notwendig sei.

Die Fragen der Machbar- und Finanzierbarkeit wurden bisher nur angerissen. So muss unter anderem geklärt werden, ob es in unmittelbarer Nähe zum Breitscheider Kreuz ausreichend Platz für eine Ausfahrt gibt. Aus Sicht von Droste ist die Schaffung einer neuen Anschlussstelle "eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben Ratingens".

Dass man ihm in wahlkampf-umtosten Zeiten Eigeninteresse vorwirft, sieht der Landtagsabgeordnete, der wieder für ein Mandat kandidiert, gelassen. "Für Projekte dieser Art braucht man einen langen Atem, man muss am Ball bleiben", meinte der Justiziar der CDU-Landtagsfraktion, "das gehört zu meinen politischen Aufgaben."

(RP)