Ratingen: So wird die Neanderland-Museumsnacht

Ratingen : So wird die Neanderland-Museumsnacht

Am Freitag, 29. September, gibt es in 30 Museen und Einrichtungen freien Eintritt und viel Kunst.

KREIS METTMANN Was ist eigentlich nachts im Museum los? Wer die gleichnamige berühmte amerikanische Filmkomödie kennt, weiß ungefähr, was ihn erwartet. Alle ausgestellten Exponate verlassen ihre Standorte und beginnen herumzuwandern. Kriegsherren, Seefahrer, wilde Tiere und Steinzeitmenschen machen das Museum unsicher. Vor solchen Überraschungen sind die Besucher der Museumsnacht am Freitag, 29. September, aber sicher. Für die Gäste gibt es wie immer freien Eintritt und eine Auswahl, die an einem Abend nicht zu schaffen ist.

Landrat Thomas Hendele, der auf einer Pressekonferenz gestern das Programm vorstellte, hatte sich selbst schon oft vorgenommen, mehrere Einrichtungen an einem Abend zu besuchen. "Am Ende schafft man aber nur zwei bis drei", sagt Hendele. In den zehn Städten haben 30 Museen und Einrichtungen geöffnet, die überwiegend von freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Nicht die ganze Nacht, aber meist bis 24 Uhr können vor allem Besucher, die es sonst nicht in eine Ausstellung schaffen, die Gelegenheit nutzen, sich in der Heimat mal etwas genauer umzusehen.

Natürlich mit dabei ist das Neanderthal-Museum in Mettmann, das neben der Dauerausstellung auch die Sonderschau "Zwei Millionen Jahre Migration" im Angebot hat. Nur wenige Kilometer entfernt liegen das Observatorium und das Planetarium in Hochdahl. Wenn das Wetter gut ist, kann man dort bei klaren Himmel in die Sterne schauen. Für Kinder wird im Planetarium schon ab 18 Uhr ein Programm geboten. Wer sich für Kunst lokaler Maler interessiert, wird in dem Programm, das im Internet und auch gedruckt an vielen Stellen im Kreisgebiet ausliegt, sicher fündig.

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Die Alte Pumpstation in Haan bietet unter dem Titel "Kondensat und Komposition" mit Ambrotypien und Druckgrafik eine Schau mit Werken von Christa von Seckendorff. Mit von der Partie sind auch das Kunsthaus in Erkrath-Hochdahl und das Kunsthaus in Mettmann. In der Kreisstadt sind die Werke von sieben Künstlern zu sehen, darunter nicht nur Malerei, sondern auch Skulpturen. Mit einem Text von Immanuel Kant sowie ein bisschen Glück können die Gäste der Museumsnacht ein Bild gewinnen.

Klein aber fein wird es an der Poststraße in Mettmann, wenn Lothar Weuthen zu einem Atelierbesuch einlädt. Zum ersten Mal mit dabei ist das Feuerwehrmuseum in Heiligenhaus. Dort gibt es nicht nur alte Fahrzeuge und Kuriositäten, die Besucher können auch mit Fachleuten plaudern. Richtig schaurig wird es im Stadtmuseum Langenfeld. Dort erwacht der Schädel einer vor Jahrhunderten hingerichteten Frau virtuell wieder zum Leben und verfolgt die Besucher mit Blicken.

Darüber hinaus gibt es einige Theorien, was für ein Verbrechen die Frau begangenen haben könnte, das mit der Hinrichtung bestraft wurde.

(RP)
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