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So soll der Klinikum-Neubau aussehen

Große Investition : So soll der Klinikum-Neubau aussehen

Noch in diesem Jahr wird der Spatenstich auf dem Gelände des Helios Klinikums Niederberg erwartet.

Helle Fassaden und klare Formen statt verschachteltem, dunklem Bau – die Pläne und Visualisierungen zum geplanten Neubau des Helios Klinikum Niederberg grenzen sich deutlich vom derzeitigen Bestand, der 1978 in Betrieb genommen wurde, ab. Die jüngst vorgestellten Pläne zeigen den Bau als Herzstück des zukünftigen Gesundheitscampus, in das rund 100 Millionen Euro investiert werden sollen.

Noch in diesem Jahr rechnen die Projektplaner mit dem ersten Spatenstich, der im süd-westlichen Teil des Grundstückes, also hinter dem derzeitigen Bau erfolgen wird. Dann stehen zwar statt der aktuell rund 40.000 Quadratmeter großen Bruttogrundfläche nur noch 32.700 Quadratmeter zur Verfügung, dafür setzt das Planerteam aber auf engere Verzahnung.

Noch vor dem Eingang wird sich dann eine Cafeteria finden, die für alle zugänglich nicht mehr im Bauch des Gebäudes verschwunden ist und mit dem Logistiktrakt verbunden sein wird. „Die Energiezentrale ist soweit noch in Schuss, hier muss nur etwas saniert werden“, erklärt Klinikumsgeschäftsführer Niklas Cruse. Ein Grund übrigens für die Rückkehr zu den ursprünglichen Bauplänen im hinteren Teil und nicht im südlichen Teil. Hier hätte man auch sie neu bauen müssen.

Kurze Wege und eine engere Vernetzung der einzelnen medizinischen Bereiche sollen künftig eine optimale Patientenversorgung sichern und die interdisziplinären Zusammenarbeit stärken.

So wird dann im südlichen Flügel, also auf der linken Seite des Eingangs zum Erdgeschoss die zentrale Notfallambulanz, kurz ZNA, zu finden sein. Dies wird das Ziel für die Liegendanfahrt. Schockraum und Radiologe werden sich ebenfalls hier finden, ebenso wie die Notfallpraxis, die von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben wird.

Im nördlichen Teil, also rechts des Eingangs ist die Elektiv-Ambulanz untergebracht, die für fußläufige Patienten das Ziel sein wird, etwa für Sprechstunden. „Dafür muss man heute noch kreuz und quer durch das Gebäude laufen“, sagt Klinikums-Geschäftsführer Dr. Niklas Cruse und fügt eine wichtige Vorgabe an: „Barrierefreiheit für bewegungs- und seheingeschränkte Patienten.“

Im ersten Stock wird ein invasives Zentrum geschaffen, in dem alle ambulanten und stationären Eingriffe und Untersuchungen, beispielsweise Endoskopie, Kardiologie, Intensivstation durchgeführt werden können. Hier wird außerdem der Zentral-OP zusammenlaufen, dafür sind sechs Säle geplant, zuzüglich eines Eingriffraums für die Urologie, der ebenfalls ein vollausgestatteter OP-Saal ist.

Der medizinische Direktor Dr. Markus Bruckner verspricht sich dadurch „effizientere Abläufe und eine Zeitersparniss. In der Mitte der Etage sind die Aufwachräume zu finden, so kann sich die Nachsorge unmittelbar anschließen. Außerdem auf der Etage eingeplant: Herzkatheterlabor und Durchleuchtungsräume, beispielsweise für Spiegelungen.

Die Versorgung rund um Mutter und Kind wird in der zweiten Etage ihre Heimat finden. Mit Blick auf Nähe der Fachabteilungen werden hier die vier Kreißsäle der Gynäkologie und die Frühchenstation zu finden sein.

Den nördlichen Flügel der dritten, vierten und fünften Ebene wird die damit dann vergrößerte psychiatrische Abteilung einnehmen, die einen eigenen Zugang zum Therapiegarten und eine eigene Terrasse erhält. Auf den anderen Seiten finden sich dann die Stationsbetten.

Die tertiären Bereiche wie Verwaltung, Lager und Cafeteria finden sich zukünftig in einem verbleibenden Bestandsgebäude, zwischen neuer Zufahrt und dem Wirtschaftshof, der ebenso wie die Energiezentrale erhalten bleibt.