Heiligenhaus: So sieht die Brücke übers Angertal aus

Heiligenhaus: So sieht die Brücke übers Angertal aus

386 Meter lang, etwa 33 Meter hoch - Mitte 2020 soll die längste Brücke der Autobahn-44-Trasse fertig sein.

Offiziell geht es beim Planen des Westabschnitts der A 44 zwischen Hofermühle und Ratingen Ost um "die Schließung einer Mobilitätslücke". Hinter dieser hübschen Formulierung steckt aktuell ein dreigeteilter Plan, den die federführende Firma Deges auf Anfrage erläutert.

Bau der Angertalbrücke: Die Arbeiten am Neubau der Brücke über das Angerbachtal sind im Jahr 2017 gut weitergegangen. In den Monaten Mai bis Juli wurden die Fundamente für die Brückenpfeiler gegossen. Die 35 Meter hohen Pfeiler brachte ein Turmdrehkran in die Senkrechte. Aktueller Stand: "Derzeit sind bis auf eine Pfeilerachse alle Pfeiler im Betonbau fertiggestellt", heißt es in dem Deges-Schreiben. "Demnächst" beginne die Montage der Stahlpfeilerköpfe. Das soll bis Mitte dieses Jahres geschehen sein. Mitte 2020 soll die Brücke komplett fertig sein. Mit etwa 33 Metern Höhe und einer Länge von 386 Metern ist es die längeste Brücke auf dem neuen Abschnitt der A 44.

Deckblattverfahren für entwässerungspläne: Geändert werde, laut Deges, die Ableitung des Wassers aus dem Regenrückhaltebecken an der Brachter Straße. Das wird nach Ansicht der Fachleute Auswirkungen auf Natur und Landschaft mindern. "Die Deges geht davon aus, dass sie den Antrag auf Planänderung im Februar bei der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf stellen kann". Der weitere Zeitrahmen: Die neuen Pläne werden öffentlich ausgelegt - den Termin legt die Bezirksregierung fest. Den nötigen Planfeststellungsbeschluss erwarten die Baufachleute Ende 2018. Erst danach könne der Zeitplan für den Bau des Westabschnittes "konkretisiert" werden. Im Raum steht das Datum 2012/2022 für die Verkehrsfreigabe. Bis dahin wird sich der Verkehr aus Richtung Velbert von der neuen Anschlussstelle Heiligenhaus über die Hofermühle bis Homberg und dann weiter bis zum Autobahnkreuz Ratingen Ost quälen müssen. Denn schon jetzt gibt es täglich im Berufsverkehr Stau auf der Meiersberger Straße.

Die Betonarbeiten an den Pfeilerpaaren sind fast fertig. Foto: RP-Foto. A. Blazy

Zeitlich wesentlich näher liegt die Fertigstellung des östlichen Teilstücks der A 44. Hier ist der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig. In etwa einem Monat soll die Anschlussstelle in Hofermühle Richtung Velbert fertig sein.

So jedenfalls sieht es der aktuelle Planungsstand beim Landesbetrieb vor. "Ich verspreche mir davon eine deutliche Entlastung vom Durchgangsverkehr", erklärt der Technische Dezernent Siegfried Peterburs. Speziell der Verkehr auf der innerstädtischen Westfalenstraße könnte zurückgehen.

(RP)