Erneuter Insolvenzantrag Große Sorge um Esprit in Ratingen

Ratingen · Es wurde ein erneuter Insolvenzantrag gestellt, dazu gab es an diesem Mittwoch eine Betriebsversammmlung in Ratingen, auf der Mitarbeiter über den aktuellen Stand der Dinge informiert wurden.

Esprit Hauptverwaltung Ratingen Esprit schließt die Hälfte der Filialen

Esprit Hauptverwaltung Ratingen Esprit schließt die Hälfte der Filialen

Foto: Achim Blazy (abz)

Die Sorge um den angeschlagenen Modekonzern Esprit mit seinem zentralen Sitz in Ratingen ist nicht neu und reicht viele Jahre zurück. Schon damals war ein erster Kahlschlag angekündigt worden. Etwa 1.100 Stellen in den Läden und der Verwaltung sollten gestrichen werden. Weitere 100 Stellen sollten in Asien wegfallen. Der Modekonzern hatte für mehrere unter der Corona-Krise leidende deutsche Tochtergesellschaften ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen. Nun also ein erneuter Insolvenzantrag, dazu gab es an diesem Mittwoch eine Betriebsversammmlung in Ratingen, auf der Mitarbeiter über den aktuellen Stand der Dinge informiert worden. Ziel sei es, das maßgeblich aus Deutschland geführte europäische Geschäft von Esprit zu restrukturieren und zukunftsfähig neu aufzustellen, hieß es in einer Mitteilung. Dazu würden sehr zeitnah alle Optionen für tragfähige Zukunftslösungen ausgelotet. Für Esprit ist es bereits der zweite Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Wie gesagt: Vor vier Jahren hatte das Unternehmen bereits einen solchen gestellt.