Silvester und Neujahr - Einsätze der Feuerwehr Ratingen

Bilanz : Unruhiger Jahreswechsel für Feuerwehr und Rettungsdienst

(köh) Der Jahreswechsel in Ratingen verlief aus Sicht der Feuerwehr Ratingen sowohl im Brandschutz als auch im Rettungsdienst unruhig. Zu einem Großeinsatz an der Berliner Straße kam es am späten Montagabend.

85 Feuerwehrleute wurden aufgeboten, um stark qualmendes Feuer auf dem Balkon eines neunstöckigen Hochhauses zu löschen, das sich in eine Wohnung auszubreiten drohte. Es gab sechs Verletzte. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Ersten Erkenntnissen zufolge könnte ein Feuerwerkskörper das Feuer ausgelöst haben. Am Donnerstag soll ein Sachverständiger hinzugezogen werden.

Die Bewohner der Wohnung waren zum Zeitpunkt des Feuers nicht zu Hause, ein anderer Mann wurde durch Rauchgase so schwer verletzt, dass er in die Uniklinik Düsseldorf gebracht werden musste. Fünf weitere Menschen wurden leicht verletzt. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

Für die Neujahrsnacht verzeichnete Feuerwehrchef René Schubert allein für die Feuerwehr elf Einsätze. Damit wurde der Mittelwert der vorhergehenden fünf Jahreswechsel von zwölf Brandschutzeinsätzen leicht unterschritten. „Die überwiegende Anzahl der Alarme bezog sich auf kleinere Einsätze“, so Schubert. An der Jenaer Straße, der Fester Straße und der Ringstraße hatten sich Gegenstände auf Balkonen entzündet – zum Glück konnten die Brände jeweils auf diese Bereiche beschränkt werden. Daneben entzündete sich eine Hecke und Teile einer Garage, in der Tiefgarage der Stadthalle brannte Abfall. Müllcontainer entzündeten sich in an der Eggerscheidter Straße wie auch an der Elsa-Brandström-Straße, wo der Brand auch das angrenzende Gebäude beschädigte.

Im Rettungsdienst verlief die Nacht besonders unruhig. 37 Einsätze mussten bewältigt werden. Der Fünfjahres-Durchschnittswert liegt hier bei 29 für Ratingen.

Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr verbrachten eine ganze Reihe von Freiwilligen Feuerwehrleuten der Standorte Ratingen-Mitte, Lintorf und Homberg den Jahreswechsel in den Gerätehäusern. So konnten auch Ehrenamtliche schnellstens ausrücken und helfen.

Die Einsatzzentrale wie auch die Führungsdienste waren verstärkt besetzt. In der Hochphase wurden die Einsätze aus der Ratinger Zentrale heraus gelenkt. Der Rettungsdienst wurde durch einen zusätzlichen Rettungswagen von Seiten des des Roten Kreuzes verstärkt.

Die Feuerwehr Heiligenhaus rückte an Silvester und bis gestern Mittag zu sieben Einsätzen aus. Es handelte sich nach Angaben von Sprecher Dominic Wulf um Feuermeldungen in Wohngebäuden und von Garagen und Containern. Zeitweilig waren alle Einheiten der Feuerwehr in der Stadt unterwegs. Der erste der Einsätze war bereits am späten Nachmittag an der Gerhard-Hauptmann-Straße. Dort wurde bereits kräftig Feuerwerk abgebrannt, weiter nichts.

Eine Heiligenhauser Besonderheit: „Bereits seit vielen Jahren feiern die Feuerwehrleute, die sich ohnehin einsatzbereit halten, in der Feuerwache. So müssen diese im Einsatzfall nicht erst zur Wache kommen um die Fahrzeuge zu besetzen, sondern können umgehend ausrücken“, erläutert der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Nils Vollmar. Nach Mitternacht rückte man zu einem vermeintlich besonderen Einsatz aus: Garagenbrand an der Kurze Straße in der Innenstadt. Hinzu kamen ein Rettungswagen aus Mettmann und eine Drehleiter der Nachbarstadt Velbert. Die Erkundung am Ort ergab ein -zum Glück- ernüchterndes Ergebnis: Die gemeldete Hausnummer gab es nicht, einen Brand suchten die Kräfte vergebens.