1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Siegel "Typisch Neanderland" für Betreibe aus Ratingen

Da kann man was erleben : Siegel für Schätze aus dem Neanderland

Der Kreis Mettmann zeichnet lokale Produkte und Anbieter mit dem Prädikat „Typisch Neanderland“ aus. Gleich fünf Urkunden gehen an Betriebe und Veranstalter aus der Dumklemmerstadt.

„Wir möchten dazu beitragen, dass die Menschen im Kreis Produkte aus der Region schätzen lernen.“ Mit diesen Worten zeichnet Landrat Thomas Hendele zehn Betriebe aus (zwei weitere erhalten ihre Urkunde auf dem Postweg), die heimische Produkte anbieten, verarbeiten oder die Region erlebbar machen.

Seit 2017 wird das Siegel jedes Jahr an meist kleine und mittelständische Betriebe verliehen, die bestimmte Kriterien erfüllen.  Ursprünglich gefördert von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen, führt der Kreis Mettmann das Projekt seit 2019 in Eigenregie weiter. Denn: „Das Bewusstsein für regionale Produkte steigt“, so bestätigen die diesjährigen Urkundenempfänger. Insgesamt 39 Preisträger gibt es inzwischen.

Die aktuell ausgezeichneten Unternehmer kommen aus dem gesamten Kreisgebiet. Unter den Siegelempfängern ist Ratingen gut vertreten. Der Bauerngarten Benninghoven erhält die Auszeichnung gleich zweifach: „Seit 2002 sind wir an drei Standorten Produzent von Obst und Gemüse“, so Jürgen Benninghoven. Ein Siegel gibt es auch für das Café, das mit hausgemachten Torten punktet.

Cristian Pannes vom Ratinger Talschlösschen hat ein neues Produkt im Angebot: „Seit 2019 brauen wir auch unser eigenes Bier.“ Für die Herstellung von Lebensmitteln verwendet er seit Jahren regionale Produkte. Ab sofort ist auch das Traditionscafé Bös Siegelträger.

Eng mit der Region verbunden ist das Gut Grashaus aus Homberg. Seit 500 Jahren ist der Kartoffelanbau wesentlicher Bestandteil des Familienbetriebes, der mit seinen Produkten den lokalen Einzelhandel beliefert.

Für besondere Erlebnisse steht Brigitte Ulrich: „Besucher können bei Waldbaden und die Natur mit allen Sinnen genießen“, so die Ratingerin.

Wülfrath stellt zwei Preisträger: Tina und Markus Wagner betreiben nebenberuflich in der fünften Saison das Tunnelcafé: „Unser Herz hängt daran“, so Markus Wagner. Alles Kuchen sind hausgemacht. Die Zutaten stammen aus der Region.

Seit zweieinhalb Jahren betreibt die Familie Lüneburger ihre eigene Imkerei namens Düsselhonig. Aus den derzeit fünf Bienenvölkern sollen in den kommenden Jahren noch mehr werden.

Die Aufzucht und Haltung von Schafen ist die große Leidenschaft des Mettmanners Philip Haude. Seine Tiere weiden auf Kräuterwiesen mitten im Neandertal. Da Haude kurze Wege schätzt, bringt er seine Tiere zur Fleischerei Kluke, der in seinem Mettmanner Familienbetrieb seit 1980 feinste Fleisch- und Wurstwaren herstellt. „Ich kenne Betriebe, Bauern und Tiere persönlich“, so Thomas Kluke. „Das wird seit rund fünf Jahren vom Kunden auch honoriert.“

Die Naturfleischerei Janutta in Velbert-Neviges blickt auf mehr als  80 Jahre handwerkliche Tradition zurück. Das Fleisch stammt von Tieren aus nachhaltiger, tiergerechter Haltung von Bio- und Neuland-Höfen aus der Region.

Noch neu ist das Angebot „Mein Huhn – dein Huhn“ von Thomas Höppner aus Langenfeld. „Wir verleihen Hühner an Familien oder Altenheime, die sich so ihr ganz persönliches Landerlebnis nach Hause holen können.“

„Der Kauf dieser Produkte ist auch oft mit einem Erlebnis verbunden“, so Landrat Thomas Hendele. Im Kreis Mettmann gibt es also noch viel zu entdecken.

Wer jetzt kulinarisch oder erlebnistechnisch auf die Reise gehen möchte, findet die komplette Liste aller Anbieter im Internet.

neanderland.de

(Andrea Bindmann )